Bombe: Kein Angebot im Kino am Kocher

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Im Kino am Kocher im Kulturbahnhof wird es am Samstag kein Angebot für Evakuierte geben.
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Während der Evakuierung findet eine private Veranstaltung statt. Das Programm wurde diese Woche aber aus anderem Anlass geändert.

Aalen. Das Kino am Kocher im Aalener Kulturbahnhof liegt knapp außerhalb der Evakuierungszone am Samstag, 5. März. Über 3000 Menschen müssen an dem Tag ihre Wohnungen im Hirschbach, auf dem Rötenberg, Galgenberg und der Heide verlassen, weil ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg im neuen Baugebiet am Tannenwäldle entschärft wird. Im Kino am Kocher hatte man überlegt, einige Menschen aufzunehmen und für sie Filme vorzuführen.

Doch daraus wird nichts, erzählt Walter Heichel vom Vorstand des genossenschaftlichen Programmkinos. Denn das Kino am Kocher sei für den Tag seit Längerem schon für eine private Veranstaltung gebucht. "Wir wussten nicht, ob diejenigen das trotz Evakuierung noch in Anspruch nehmen wollen", sagt Heichel. Inzwischen ist klar: Die private Veranstaltung soll wie geplant stattfinden.

Aber in anderer Sache hat das Kino am Kocher diese Woche kurzfristig das Programm geändert. Am Donnerstag, 3. März, läuft um 20.15 Uhr die Dokumentation "Maidan". Regisseur Sergei Loznitsa hat von November 2013 bis 2014 die Geschehnisse auf dem Maidan-Platz in Kiew gefilmt, einem zentralen Ort der Proteste der ukrainischen Bevölkerung gegen das Regime des Präsidenten Wiktor Janukowytsch, die letztendlich zu dessen Absetzung führten.

"Was in der Ukraine im Moment geschieht, geht und allen durchs Mark", sagt Heichel und fügt an: "Uns ist es wichtig, ein Zeichen zu setzen."

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