Bombenentschärfung: Ab 8 Uhr früh ist alles abgeriegelt

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Das Baugebiet "Wohnen am Tannenwäldle" von oben betrachtet im Februar 2022.
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Straßensperrungen, Umleitungen, Betretungsverbot: Was Sie rund um den 5. März wissen müssen.

Aalen Etwa 3300 Bewohnerinnen und Bewohner aus dem Hirschbach, vom Rötenberg, Galgenberg, aus dem Grauleshof und aus Teilen von Röthardt müssen am Samstag, 5. März, ihre Häuser verlassen - sicherheitshalber. Eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg im neuen Baugebiet Tannenwäldle soll an diesem Tag vor Ort entschärft werden. Das hat Sprengkraft, im Wortsinne: Die Stadtverwaltung rechnet mit einem Blindgänger von 250 bis 500 Kilo Sprengstoff. Spezialisten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes sind im Einsatz. Das Drumherum ist eine gewaltige organisatorische Aufgabe für Stadtverwaltung, Polizei, Rettungsdienste und die betroffene Einwohnerschaft. Ein Überblick:

Zwei Zonen: Die Stadtverwaltung hat eine Evakuierungszone rund um den Fundort festgelegt. In den Häusern, aber auch im Freien in diesem Gebiet darf sich in dieser Zone ab 8 Uhr morgens niemand mehr aufhalten. Daran angrenzend weist die Stadtverwaltung eine sogenannte Sicherheitszone aus. In diesem Gefährdungsbereich sollte man ab 11 Uhr einen Aufenthalt im Freien vermeiden.

Verkehr und Umleitung

Hirschbach, Grauleshof, Weiße Steige: Um 8 Uhr wird die Hauptverkehrsachse Ziegelstraße in beide Fahrtrichtungen zu einem großen Teil abgeriegelt. Eine Verbindung in den Grauleshof, zur Weißen Steige, aufs Härtsfeld sowie auf die A7 und in die Gegenrichtung soll es trotzdem geben. „Wir richten ganztägig eine Umleitung ein“, kündigt Joachim Schürg, stellvertretender Ordnungsamtsleiter, an. Wer aus der Innenstadt kommt, fährt über die Alte Heidenheimer Straße – dann die Hegelstraße – die Kantstraße hoch über den östlichen Grauleshof und biegt bei der Grauleshof-Wirtschaft auf die Ziegelstraße ein. Vom Härtsfeld herunter geht es in umgekehrter Reihenfolge in Richtung Innenstadt. Hinweisschilder für Autofahrer soll es an der Hirschbachstraße, in Höhe der Bäckerei Eymann, an der Hochbrücke sowie an der Ziegelstraße geben.

"Ein riesen Aufwand."

Joachim Schürg, Ordnungsamt

Röthardt: Zum Evakuierungsgebiet gehört auch ein kleiner Teil von Röthardt. Die Hirschbachstraße als wichtige Zufahrt ist ab Höhe Stauffenbergstraße dicht, auch am Tiefen Stollen ist gesperrt. Damit Röthardt trotzdem erreichbar bleibt, wird der asphaltierte Panoramaweg oberhalb der Jakobshütte nach Fürsitz und Attenhofen für den Fahrzeugverkehr geöffnet. Auf dem von Fußgängern üblicherweise gut frequentierten Spazierweg setze man auf „vernünftige Fahrweise der Verkehrsteilnehmer“, sagt Joachim Schürg.  

Sicherungsposten: An allen öffentlich zugänglichen Straßen, Wegen und Plätzen an der Evakuierungszone sollen Verkehrssicherungsposten stehen, insgesamt zwischen 55 und 60 an der Zahl. Im Laufe der nächsten Woche werden Absperrgitter und Schilder an die jeweiligen Punkte transportiert und vorbereitet. „Ein riesen Aufwand“, gibt Schürg zu. Eingesetzt sind als Sicherungsposten Polizeibeamte und Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr. Um 7 Uhr beginnen sie ihren Dienst, nach kurzer Einweisung geht es an die Einsatzorte, absperren und die Beschilderung  aktivieren. „Ab 8 Uhr ist dann kein Reinkommen mehr in das Gebiet“ – das gelte nicht nur für Autofahrer, sondern auch für Fußgänger und Radfahrer, betont Schürg.

Wie lange dauert’s? Ab 6 Uhr wird die Feuerwehr mit Lautsprecherdurchsagen in der Evakuierungszone die Menschen zum Verlassen ihrer Häuser auffordern. Ab 8 Uhr soll das Gebiet menschenleer sein. „Einsatzkräfte werden von Haus zu Haus, von Klingel zu Klingel, von Stockwerk zu Stockwerk gehen und kontrollieren“, beschreibt Schürg. Vier Stunden werde dies voraussichtlich dauern. Erst danach, etwa um 12 Uhr, beginne die eigentliche Bombenentschärfung. Wie lange der Kampfmittelbeseitigungsdienst braucht, kann niemand genau vorhersagen. Schürg: „Hoffentlich gibt es am frühen Nachmittag Entwarnung.“ Die Spezialisten senden dann das entsprechende Signal an den Verwaltungsstab im Rathaus, letztlich müsse der OB die Anweisung geben, dass das Gebiet wieder betreten werden kann.

  • Mehr Infos und Grafiken rund um den 5. März
  • Mehr Infos, einen Plan mit der Evakuierungszone und dem Sicherheitsbereich, eine Liste mit allen betroffenen Straßen und Hausnummern gibt es unter www.aalen.de, Stichwort "Verdacht auf Fliegerbombe". Außerdem hat die Stadtverwaltung ein Bürgertelefon eingerichtet: (07361) 52-1025 - montags bis freitags von 8.30 bis 12 Uhr und montags, dienstags und mittwochs von 14 bis 16 Uhr sowie donnerstags von 14 bis 18 Uhr.

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Von und nach Röthardt gelangt man an dem Tag über den Panoramaweg, der Richtung Attenhofen führt. Eine Umleitung wird für die gesperrte Ziegelstraße eingerichtet: Sie führt von der Alten Heidenheimer Straße aus über die Hegelstraße und die Kantstraße. Gr

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