Braunenbergschule: Eltern für Container-Lösung

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Über die Gerüstbrücke gehen die Kinder künftig über den Schulhof. Die Bagger fahren unten durch. Marc Cavatoni vom Förderverein freut sich, dass für die Sicherheit viel getan wurde.
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Für Sicherheit sei gesorgt, Lärmbelastung bleibe aber hoch, findet der Förderverein.

Aalen. Marc Cavatoni steht an der Baustelle an der Braunenbergschule und freut sich, dass die Stadt so schnell reagiert hat. Vergangene Woche hat der stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins in der Bürgerfragestunde in der Gemeinderatssitzung gesprochen und Bedenken der Eltern vorgebracht. Dabei ging es um die Lärmbelastung, der die Kinder ausgesetzt seien, und vor allem um die Sicherheit der Kinder. Da die Baufahrzeuge über den Schulhof fahren, waren die Eltern in Sorge, dass ein Kind dabei verletzt werden könnte.

Inzwischen wurden mehrere Maßnahmen ergriffen. Über den Schulhof führt nun eine Brücke, über die die Schülerinnen und Schüler gehen können, während die Baufahrzeuge unten durch fahren. Außerdem engagiert die Stadt eine Sicherheitsfirma, die ab dem 12. Januar jeden an und abfahrenden Lastwagen begleitet, Baugitter öffnet und schließt und auf die Kinder achtet. „In Sachen Sicherheit sieht es jetzt gut aus“, sagt Cavatoni. Anders ist das ihm zufolge in puncto Lärmbelastung. Am Mittwochmorgen ist es ruhig. Sonst werde im Innenhof vor den Fenstern der Klassenzimmer gebaggert, erzählt Cavatoni. Und die Fenster müssen in Zeiten der Pandemie oft auf sein. „Die Kinder sitzen mit Gehörschutz und Maske im Unterricht“, sagt der stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins. Oft verstünden sie nicht, was die Lehrkräfte vorne an der Tafel sagen. Die Lehrer müssen laut Cavatoni zu jedem Schüler und zu jeder Schülerin einzeln an den Tisch gehen und ihnen den Unterrichtsstoff erläutern.

Die große Lösung, die nach Cavatonis Meinung für Sicherheit und gleichzeitig Ruhe sorgen würde: Container. Er schlägt vor, sie auf dem Parkplatz unterhalb der Schule für die Schülerinnen und Schüler aufzustellen. Dort könnten sie dann abseits der Baustelle in Ruhe lernen. Eine ähnliche Lösung habe es in Aalen während einer Baustelle schon einmal gegeben: an der Schillerschule. Dort seien viel mehr Schülerinnen und Schüler betroffen gewesen.

Cavatoni zufolge gibt es an der Braunenbergschule acht Klassen. Zwei könnten, so stellt er sich das vor, auch während der Bauzeit in der Schule bleiben, und zwar in den beiden Klassenzimmern, die sich an der Seite der Schule befinden, die von der Baustelle abgewandt ist.

Der Förderverein hofft laut Cavatoni, dass die Container-Lösung für die übrigen sechs Klassen kommt. Schließlich werde sich die Baustelle über die nächsten vier Jahre ziehen. „Es geht mir nicht nur um die eine Schule“, sagt Cavatoni. Er wünscht sich, dass der Gemeinderat den Beschluss fasst, dass künftig bei allen Schul-Baustellen während der Bauzeit für Container gesorgt wird. Katharina Scholz

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