Brütting platzt der Kragen: Impfteams müssen her

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Oldtimer-Landesfeuerwehrtreffen in Aalen.
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Aalen könnte tägliche Impfangebote machen. Warum der OB das Sozialministerium kritisiert.

Aalen. Impfen, Impfen, Impfen, so heißt es, sei das einzig wirksame Rezept gegen die Pandemie. Doch dazu braucht es Menschen, die impfen dürfen, sogenannte mobile Impfteams, die parallel zu den Haus-und Betriebsärzten im Einsatz sind. „Diese Ressourcen müssen vom Land freigegeben werden“, sagt OB Frederick Brütting. Aus seiner Sicht dauert das viel zu lange. Jetzt ist ihm der Kragen geplatzt. In einem Schreiben an den zuständigen Amtschef im Sozialministerium, Prof. Uwe Lahl, redet er Tacheles. Parallel dazu machte Brütting am Wochenende in den sozialen Medien den Inhalt seines Schreibens öffentlich: „Das Sozialministerium Baden-Württemberg hat die Städte und Landkreise aufgefordert, den Bedarf für zusätzliche Impfkapazitäten zu melden. Die angegebene E-Mail-Adresse der „Taskforce“ gibt es nicht. Meine Rückmeldung kann nicht zugestellt werden. Mir reicht es jetzt mit diesem Ministerium.“

Die Stadt Aalen bemühe sich in Abstimmung mit dem Landratsamt Ostalbkreis seit Wochen um „zusätzliche Impfkapazitäten für unsere Stadt“, schreibt er ans Ministerium. Bereits Anfang Oktober habe man weitere Ressourcen beim Land angemahnt, aber bisher „nicht die notwendige Unterstützung durch das Sozialministerium erfahren“. Seit Wochen warte man auf eine Freigabe. „Zunächst wurde uns mitgeteilt, dass die Hausärzte zuständig seien. Dann wurde uns mitgeteilt, dass noch PCs fehlen und Softwareupdates notwendig seien. Das örtliche DRK hätte schon längst loslegen können.“

Auf SchwäPo-Anfrage präzisiert er: „Wir hoffen, dass wir ab Mittwoch ein dauerhaftes Impfangebot in der Stadt etablieren können.“ „Dauerhaft“, das heiße regelmäßig fünf, vielleicht sogar sieben Tage die Woche.“ Entscheidend sei, ob man dafür ein zweites Impfteam vom Land genehmigt bekomme. Die Räumlichkeiten sind laut Brütting geschaffen: das Kunden-Informationszentrum der Stadtwerke, zusätzlich zum Rathaus, wo bereits im Kleinen Sitzungssaal geimpft wird. Beide seien, so schreibt er ans Land, zentral gelegen. Die Kosten für Miete, Reinigung und Sicherheitspersonal übernehme die Stadt. Und weiter: „Wie wir bereits signalisiertet haben, kann das DRK ein Angebot personell betreuen. Für das andere Angebot können wir ein Mobiles Impfteam einsetzen.“ Daher bitte er, „die notwendigen Ressourcen dafür (endlich) freizugeben“.Bea Wiese

Diese Maßnahmen gelten ab Montag, 22. November, für Ungeimpfte.

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