Bürgerhaus: eine Operation am offenen Herzen

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Durch das Mauerwerk des Wasseralfinger Bürgerhauses ziehen sich lange und bis zu 10 Millimeter breite Risse. In einem Gutachten wurde nun deren Ursache ermittelt.
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Warum das rund 140 Jahre alte Gebäude in Wasseralfingens Mitte jetzt tiefer im Boden verankert werden muss. Wann die Sanierung beginnt.

Aalen

Die Setzungsrisse im Mauerwerk des teilweise nicht unterkellerten Wasseralfinger Bürgerhauses sind schon lange offensichtlich, und sie werden immer größer. „Deutlich zu sehen sind sie im Sitzungssaal, im Saal der Vereine und im Treppenhaus“, weiß Wasseralfingens Ortsvorsteherin Andrea Hatam. Die zum Teil bis zu zehn Millimeter breiten Risse ziehen sich durch vom Erdgeschoss bis ins Dachgeschoss.

Jetzt hat der Gemeinderatsausschuss für Umwelt, Stadtentwicklung und Technik (AUST) entschieden, die Gebäudesetzungen des rund 140 Jahre alten Gebäudes beheben zu lassen. Geschätzte Kosten: rund 150 000 Euro.

Die Sanierungsarbeiten sollen im Spätsommer, beziehungsweise Herbst dieses Jahres erledigt werden. Während der Bauzeit bleibe das Gebäude weiterhin nutzbar und geöffnet, betont die Ortsvorsteherin.

Um herauszufinden, was getan werden muss, hat die Stadtverwaltung die Aalener Firma Geotechnik beauftragt. Um weitere Setzungen zu verhindern, empfiehlt das vorliegende Gutachten eine Tieferlegung der Gründung mit Hilfe von Presspfählen.

„Wenn das in diesem alten Gebäude mit Kosten von nur 150 000 Euro zu bewerkstelligen ist, bin ich sehr dankbar“, kommentierte Aalens Erster Bürgermeister Wolfgang Steidle im Ausschuss die Sitzungsvorlage.

Den Mittelpunkt des Bürgerhausesbildet das Museum Wasseralfingen mit Zeugnissen zur Industrie- und Sozialgeschichte und zur Wasseralfinger Kunst.
Das Bürgerhaus Wasseralfingen wurde 1884 als Mädchenschule erbaut.

Die Risse sind deutlich zu sehen.“

Andrea Hatam, Ortsvorsteherin

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