Bus und Bahn: höherer Zuschuss für Mitarbeitende der Stadt

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Wer bei der Stadt arbeitet und mit Bus und Bahn zur Arbeit kommt, erhält künftig einen höheren Zuschuss.
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Was für Mitarbeitetende, Azubis und Studierende bei der Verwaltung nun gilt.

Aalen. Mitarbeitende der Stadtverwaltung bekommen einen höheren Zuschuss, wenn sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit kommen. Der Finanzausschuss des Gemeinderats hat einstimmig beschlossen, dass alle Mitarbeitende einen Zuschuss von 75 Prozent bekommen. Bisher waren es 50 Prozent. Auszubildende und Studierende bekommen die Fahrtkosten sogar komplett erstattet. Bisher haben sie ebenfalls einen Zuschuss von 50 Prozent erhalten.

Laut Sitzungsvorlage gibt es zu wenige Parkplätze am Rathaus. Hauptamtsleiter Ralf Fuchs sagte: „Damit wollen wir einen Beitrag zur Klimaneutralität leisten.“ OB Frederick Brütting ergänzte, dass Azubis sehen würden, was Azubis anderswo verdienen oder welche freiwilligen Leistungen sie dort bekämen.

Aus allen Fraktionen gab es Lob und Zustimmung. Manche Rätinnen und Räte wollten aber noch weitergehen und einem Vorschlag des Personalrats folgen. Der hatte vorgeschlagen, auch den unteren Entgeltgruppen, bis einschließlich Entgeltgruppe 7, die Fahrtkosten zu 100 Prozent zu erstatten. Der OB argumentierte dagegen: Wenn jemand von der Gruppe 7 in die Gruppe 8 aufsteige, der einen weiten Weg zur Arbeit habe, könne es sein, dass der unterm Strich dann weniger habe. Es sei schwierig zu bestimmen, wo die Grenze gezogen werden soll.

Der OB ließ darüber abstimmen. Zwölf Rätinnen und Räte waren dafür, auch den niedrigeren Entgeltgruppen 100 Prozent zu erstatten. 14 (einschließlich OB) stimmten dagegen. Damit war der Antrag abgelehnt.

Christa Klink (Linke) fragte nach, ob auch an Praktikantinnen und Praktikanten, FSJler und Beschäftigte bei externen Reinigungsfirmen gedacht worden sei. Fuchs antwortete, dass FSJler von der FSJ-Stelle bezahlt würden. Praktikantinnen und Praktikanten bekommen ihm zufolge keinen Zuschuss für Bus und Bahn, dafür aber eine außertarifliche Entlohnung. Bei der Fremdreinigung hätte die Stadt Aalen keinen Einfluss. Der OB ergänzte, dass auch andere Firmen, zum Bauspiel Baufirmen, von der Stadt beauftragt würden und fragte, mit welchen Gründen man freiwillige Leistungen an private Firmen bezahlen soll und wenn man das mache, mit welchen Gründen dann nur die Reinigungsfirmen bedenke. Ziel sei es aber künftig, weniger Arbeiten an Fremdreinigungsfirmen zu vergeben. Katharina Scholz

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