Busse am ZOB sitzen fast auf: Pflastersteine kommen weg

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Wenn der Gemeinderat zustimmt, werden die Pflastersteine entfernt und die erste Busspur asphaltiert.
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Diese kleinere Straßenbauprojekte werden dieses Jahr gemeinsam ausgeschrieben.

Aalen

Das Urteil von Tiefbauamtschef Stefan Pommerenke ist eindeutig: „Wenn man am Pflaster nichts macht, sitzen die Busse nächstes Jahr auf.“ Das Pflaster am ersten Bussteig des Zentralen Omnibusbahnhofs (ZOB) hat sich teilweise gesetzt. Die Steine sollen daher entfernt werden und die Busspur soll - wie es die anderen Busspuren am ZOB bereits sind - asphaltiert werden.

Diese Maßnahme ist eine von mehreren kleineren Straßenbauprojekten, die in diesem Jahr gemeinsam ausgeschrieben werden sollen. Die Stadtverwaltung geht jedes Jahr so vor. Hintergrund ist, dass sich für Baufirmen ein solches Paket eher lohnt. Die Stadtverwaltung erhofft sich dadurch günstigere Preise. Der Ausschuss für Umwelt, Technik und Stadtentwicklung (AUST) beriet das Thema vor. Aus mehreren Fraktionen kamen Nachfragen zum barrierefreien Ausbau des ZOB, wie schnell er angegangen wird und ob man das nicht gleichzeitig zur Sanierung der ersten Busspur erledigen könnte, weil dann vielleicht sogar Synergieeffekte entstehen.

Pommerenke antwortete, dass der barrierefreie Ausbau aus organisatorischen Gründen nicht gleich mitangegangen werden könnte. Unter anderem gehe es darum, Fördergelder zu beantragen. Diese weiteren Maßnahmen sollen im Paket ausgeschrieben werden:

Belagssanierung in der Hirschbachstraße vom Rötenberg bis Röthardt: Den aktuellen Zustand der Straße nannte Thomas Wagenblast (CDU) „unterirdisch“. Wasseralfingens Ortsvorsteherin Andrea Hatam (SPD) gab ihm da recht.

Streifensanierung in der Mönchsbuchstraße in Affalterried: Wenigstens den Randstreifen wolle man sanieren, hieß in der Sitzung vonseiten der Stadtverwaltung.

Belagssanierung in der Bodenbachstraße am Ortsausgang in Treppach: 900 Quadratmeter werden dort saniert.

Sanierung des Gehweges in der Ebnater Hauptstraße: Klein, aber nicht unwichtig ist diese Maßnahme laut Stadtverwaltung. Denn sie schließt eine Randsteinabsenkung mit ein und gegenüber befindet sich ein Seniorenwohnheim.

Belagssanierung des Saumwegs in Aalen: Die sei notwendig, weil dort Hochbaumaßnahmen die Straße in Mitleidenschaft gezogen hätten. Die Wohnungsbau hat dort sieben Mehrfamilienhäuser gebaut.

Bau von Querungshilfen im Auftrag der Verkehrsschau

Für alles zusammen ergeben sich Kosten von geschätzten 670 000 Euro. Die Maßnahmen sollen im April öffentlich ausgeschrieben und in der Sitzungsrunde im Juni 2022 vergeben werden. Bauzeit soll zwischen Juli 2022 und Juni 2023 sein. Bei den „sensiblen Verkehrsbereichen (z. B. ZOB)“ soll die Bauzeit in die Ferien gelegt werden, heißt es in der Sitzungsvorlage. Der Ausschuss war einstimmig dafür. Die Entscheidung trifft der Gemeinderat in der Sitzung am Donnerstag, 31. März.

Wenn man am Pflaster nichts macht, sitzen die Busse nächstes Jahr auf.“

Stefan Pommerenke, Leiter Tiefbauamt
Das Pflaster der ersten Busspur am Aalener ZOB hat sich im Laufe der Jahre an einigen Stellen gesetzt. Busfahrerinnen und Busfahrer befürchten, mit ihren Fahrzeugen aufzusetzen.

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