CDU spricht Wagenblast Vertrauen aus

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Gemeinderatssaal

Was nach dem Austritt Birkholds bei der Sitzung des CDU-Stadtverbands und der CDU-Fraktion passiert ist.

Aalen. Die Aalener CDU durchlebt schwierige Zeiten. Nachdem Inge Birkhold aus der Gemeinderatsfraktion ausgetreten ist, haben sich Fraktion und Stadtverbandsvorstand am Montag zu einer Sitzung getroffen. Dabei hat der Faktions- und Stadtverbandsvorsitzende Thomas Wagenblast die Vertrauensfrage gestellt. So geht es aus einer Pressemitteilung der Fraktion und des Stadtverbands hervor. „Sowohl die CDU-Fraktion als auch der CDU-Stadtverbandsvorstand sprachen ihm ohne Gegenstimme das Vertrauen aus“, heißt es. Und weiter: „Alle Mitglieder der Fraktion haben sich in der Sitzung am Montag zu ihrem Verbleib in der CDU-Gemeinderatsfraktion bekannt.“

Die Pressemitteilung beschäftigt sich außerdem ausführlich mit einem der Vorwürfe, die Inge Birkhold erhoben hatte, nämlich „die Frage nach dem offenen und ehrlichen Diskurs im Zusammenhang mit ihrer angestrebten OB-Kandidatur“. Nach der Ankündigung von Thilo Rentschler am 3. Februar, nicht mehr für das Amt des Oberbürgermeisters zu kandidieren, habe sich die CDU-Fraktion am 9. Februar getroffen, um das weitere Vorgehen zu besprechen. „Wir sind in dieser Sitzung von Inge Birkhold informiert worden, dass sie eine Kandidatur zur OB-Wahl anstrebt“, heißt es in der Pressemitteilung. Laut ihrer eigenen Aussage seien Gespräche von ihr mit der Findungskommission der Grünen bereits vor der Entscheidung von Thilo Rentschler geführt worden. Die Findungskommission habe sie angesprochen und Unterstützung signalisiert. „Wir haben gründlich über die deutlich vorgetragene Initiative und Motivation von Inge Birkhold diskutiert und dann je einstimmig in der Fraktion sowie am 19.2. im CDU-Stadtverbandsvorstand Inge Birkhold als unsere OB-Kandidatin nominiert.“ Ihr Rückzug am Gründonnerstag sei für die Fraktion und den Stadtverband „völlig überraschend“ gekommen. Die Unterstützung für Catherine Rommel habe dadurch erst am 14. Mai beschlossen werden können.

Im Kommunalwahlkampf 2019 hätten 40 Gemeinderatskandidatinnen und -kandidaten dafür gekämpft, dass die CDU als größte Fraktion in den Aalener Gemeinderat einzieht. „Dass nun durch individuelle Entscheidungen das Bürgervotum und der Erfolg der Teamarbeit aus dem Wahlkampf geschmälert wurde, bedauern wir sehr“, steht in der Pressemitteilung.

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