Corona-Fall in einer Wohngruppe

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Bewohnerin ist infiziert. Die Konsequenzen für die gesamte Gruppe und das Betreuerteam sind erheblich.

Aalen. Eine Bewohnerin des Samariterstifts ist positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Dabei handelt es sich um ein Mitglied einer vierköpfigen Außenwohngruppe geistig oder auch körperlich behinderter Menschen, die in Aalen als stationäre Pflegeeinrichtung von der Samariterstiftung Behindertenhilfe Ostalb betrieben wird.

Das Verfahren: Dieser eine positive Befund sei das Ergebnis einer Testung aller Bewohner und Mitarbeitenden in insgesamt vier Häusern, schildert Gisela Graf-Fischer, Bereichsleiterin Wohnen. Am Dienstag vergangener Woche hätten sich etwa 35 Bewohnerinnen und Bewohner sowie etwa 30 Mitarbeitende einem Rachen-Abstrich unterzogen. An diesem Mittwoch werde ein solcher Test auch in der Einrichtung in Bopfingen und am Mittwoch und Donnerstag nächster Woche in der Einrichtung in Neresheim durchgeführt. Bereits am Mittwochabend, einen Tag nach dem Test, habe das Gesundheitsamt angerufen und das Ergebnis mitgeteilt: ein positiver Befund, alle anderen negativ. Die infizierte etwa 40-jährige Bewohnerin habe Symptome wie Halsweh gehabt, fühle sich inzwischen aber wieder besser, sagt Gisela Graf-Fischer.

Die Konsequenzen: Für alle vier Mitglieder der Wohngruppe verhängte das Gesundheitsamt Quarantäne. Sechs Mitarbeitende des Pflegepersonals mussten sich in häusliche Isolation begeben. Drei Mitarbeiter versorgen die Außenwohngruppe nun rund um die Uhr – "und zwar stets in voller Schutzkleidung, also mit FFP-2-Maske, Schutzbrille, -kittel und Handschuhen", schildert Graf-Fischer.

Am Montag dieser Woche wurde bei allen Getesteten ein weiterer Rachenabstrich abgenommen. Das Ergebnis lag noch nicht vor. Gisela Graf-Fischer: "Ich hoffe, dass alle negativ sind, dann wäre die Quarantäne planmäßig am 27. Mai beendet."

Das Verfahren: Allen Altenpflegeheimen und Behinderteneinrichtungen im Ostalbkreis hat das Landratsamt einen Covid-19-Test für Bewohner und Mitarbeitende angeboten. Es folgt damit einer Empfehlung des Landessozialministeriums auf flächendeckende Testung; die erste finanziert das Land.

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