Corona: ins Albstift mit FFP2-Maske

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Nach dem positiven Test einer Bewohnerin sind 35 Albstift-Bewohner und acht Mitarbeiter isoliert.

Aalen. Der erste Corona-Fall im Albstift scheint zum Glück glimpflich zu verlaufen. "Unserer infizierten Bewohnerin geht es relativ gut", teilt am Dienstagmittag Einrichtungsleiterin Andrea Schneider auf Nachfrage der SchwäPo mit. Hintergrund: Eine hochbetagte Albstift-Bewohnerin war am Samstagabend positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Seitdem befindet sich die Infizierte im Krankenhaus. "Sie musste Gott sei Dank nicht an die Beatmung angeschlossen, und auch nicht auf die Intensivstation verlegt werden", berichtet Schneider.

Inzwischen befinden sich 35 Albstift-Bewohner, die unmittelbar Kontakt mit der Infizierten hatten, in Isolation. Zudem sind acht Mitarbeiter in häuslicher Quarantäne. Laut Schneider stehen weitere Mitarbeiter unter Beobachtung. Bislang seien alle ohne Symptome. Am späten Dienstagnachmittag fanden Reihen-Tests statt unter allen in Quarantäne befindlichen Bewohnern und Mitarbeitern – auch unter jenen, die unter Beobachtung stehen. Die Ergebnisse, so Schneider, werden Ende der Woche erwartet.

Was bedeutet das für Besucher des Albstifts? "Natürlich dürfen die Bewohner, die sich in Quarantäne befinden, erst einmal keine Besuche empfangen. Das haben wir so den Angehörigen kommuniziert", teilt die Einrichtungsleiterin mit. Die Mitarbeiter aller Bereiche arbeiteten inzwischen mit FFP2-Masken. "Obgleich wir derzeit davon ausgehen, dass es sich beim aktuellen Fall nicht um eine von Mitarbeitern übertragene Infektion handelt."

Die Bewohner, die nicht unter Quarantäne stehen, dürften weiterhin Besuch empfangen. Vorausgesetzt, der Besuch trägt eine FFP2-Maske. "Das haben wir so vorgegeben, um zu verhindern, dass das Covid-19-Virus unbewusst ins Haus getragen wird", erläutert Schneider.

Neben dem Albstift gibt es Stand Dienstagmittag weitere Corona-Fälle in sieben Pflege- und Behinderteneinrichtungen im Ostalbkreis. Laut Susanne Dietterle, Pressesprecherin im Landratsamt, sei in diesen Einrichtungen, die das Landratsamt öffentlich nicht benennen will, jeweils eine Person – Bewohner oder Mitarbeiter – positiv getestet worden. Zusammen mit der Kreisärzteschaft und mit Hilfsorganisationen wurden bereits im Vorfeld "Abstrichteams" organisiert, für Testungen vor Ort, in den Pflegeeinrichtungen.

Schneider: "Wenn jeder zuverlässig eine FFP2-Maske im Haus trägt und den Abstand einhält, haben wir eine gute Chance, ohne erneutes generelles Besuchsverbot durch den Winter zu kommen."

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