Corona: Kritik an Aussage Rentschlers

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Auf Antrag Norbert Rehms (FDI) urteilen die Stadträte über ein Zitat des OB in einem Zeitungsinterview.

Aalen. Ein durchmischtes Stimmungsbild zeichnete sich im Aalener Gemeinderat auf Norbert Rehms (FDI) Antrag hin ab, die Aussagen OB Rentschlers in einem Interview zur Corona-Situation mit den Stuttgarter Nachrichten zu missbilligen. Rehm geht es vor allem um folgende Aussage Rentschlers: "Mir macht die Entwicklung erst dann Sorgen, wenn die Intensivstationen volllaufen." Weiter beantragte er, die Mitwirkung Rentschlers am Corona-Protestschreiben der 35 Bürgermeister an Ministerpräsident Kretschmann zu missbilligen.

Der OB wies die Vorwürfe zurück, gab sich befangen und übertrug dem Ersten Bürgermeister Wolfgang Steidle in diesem Punkt die Sitzungsleitung.

"Rentschlers Äußerung ist ein Schlag ins Gesicht für alle Mitarbeiter auf den Intensivstationen", befand Dr. Thomas Battran (Grüne). Dr. Frank Gläser (AfD) dagegen bezeichnete die gesamte Diskussion um Triage und überfüllte Intensivbetten als "reine Panikmache". Helmut Gentner (SPD) fühlt sein Ansehen als Rettungsdienstmitarbeiter durch die Aussage Rentschlers "nicht beschmutzt". Rentschlers Intention, meint er beschwichtigend, war wohl, den Menschen etwas Hoffnung zu machen. Die Abstimmung ergab: 14 Räte missbilligten die Aussage des OB, weitere 19 dagegen nicht und elf enthielten sich der Stimme.

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