Corona-Schnelltests im Klassenzimmer

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Rektor Dr. Christoph Hatscher (l.) macht den Antigen-Schnelltest im Theodor-Heuss-Gymnasium. Dr. Sandra Esber-Schimmel (r.) stellt die Tests dem Gymnasium zur Verfügung.
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Schülerinnen und Schüler des THG werden direkt vor Ort getestet.

Aalen. Nach der Alemannenschule in Hüttlingen ist nun auch das Theodor-Heuss-Gymnasium in Aalen mit Antigen-Schnelltests ausgestattet. Das allerdings nur dank des Elternbeirats. Die Stadt Aalen ist davon weniger begeistert. "Wir machen das hier alles auf eigener Verantwortung", sagt Elternbeiratsmitglied Claudia Eichholz. "Es ist wirklich schade, dass Oberbürgermeister Thilo Rentschler diese Chance nicht gut heißt", sagt Rektor Dr. Christoph Hatscher. Bereits seit vergangener Woche können sich die Schülerinnen und Schüler vor dem regulären Unterricht freiwillig testen lassen. "Diese Tests kosten für die Schüler 6,50 Euro", sagt Eichholz. Für die Lehrer ist dieser kostenlos.

Zur Verfügung stellt die Schnelltests dem Gymnasium die Ärztin Dr. Sandra Esber-Schimmel. Sie hat in Essingen eine Coronaschwerpunktpraxis. "Die Schule ist zum Testen effektiver", sagt Dr. Sandra Esber-Schimmel. Zwar stehe ab nächster Woche, laut OB, für die Schülerinnen und Schüler das DRK-Rettungszentrum für das Testen zur Verfügung, "doch ich bin mir nicht sicher, ob die Schüler dort auch wirklich eigenständig hingehen", so die Ärztin. Ihrer Meinung nach wäre es sinnvoller, wenn eine Aufsichtsperson des DRK in die Schulen komme und das Testen vor Ort übernehme. "So würden sich sicher mehr Schüler testen lassen", sagt sie.

Bis dahin hat die Ärztin mithilfe des Elternbeirats die Schnelltest-Initiative bereits in Hüttlingen gestartet und das mit "vollem Erfolg." Da Esber-Schimmels Sohn Schüler des THG ist, sei es für sie klar gewesen, die Schnelltests auch an dieser Schule anzubieten. Insgesamt zwei Mal in der Woche können sich hier alle in einem der Klassenzimmer auf das Virus testen lassen.

"Es ist wirklich toll, dass Dr. Sandra Esber-Schimmel die Schnelltests alleine organisiert und die Schule damit ausstattet", sagt Eichholz. Schließlich zahle sie diese Tests im Voraus aus eigener Tasche. Und auch die Schülerinnen Klara Simon und Amelie Wengert sind von dieser Initiative begeistert. "Man fühlt sich mit den Schnelltests in der Schule einfacher sicherer", so Klara Simon. Allerdings sei es schade, dass die Tests selber bezahlt werden müssen. "Manche können sich diesen vielleicht nicht leisten", so Amelie Wengert.

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