Corona-Schnelltests vor dem Fest

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Die Corona-Testaktion des DRK in Neresheim findet auf dem Bahnhofsvorplatz statt.

Damit Angehörige zu Weihnachten Opa und Oma besuchen können, bieten DRK und Johanniter kostenlose Schnelltests in Aalen, Essingen, Bopfingen und Neresheim an.

Aalen

Weihnachten gemeinsam mit den Großeltern verbringen? Das sorgt bei vielen Menschen für gemischte Gefühle. Sie haben Angst, dass sie ihre Verwandten mit dem Corona-Virus infizieren könnten. Aus diesem Grund haben das Deutsche Rote Kreuz und die Johanniter vor dem Fest kostenlose Teststationen eingerichtet.

Es ist Mittwochmittag, 13 Uhr. Bereitschaftsleiter Simon Burow steht vor dem Eingang der Johanniter-Dienststelle in der Stuttgarter Straße und dirigiert 22 ehrenamtliche Helfer. Damit Familien Oma und Opa treffen können, bieten die Johannitern in Aalen erstmals kostenlose Tests. Die Aktion kommt an: Bereits am Montag seien die Drähte heiß gelaufen und die Anmeldeliste war schnell voll. Das Ziel an diesem Mittwoch: Zwischen 13 und 18 Uhr sollen rund 400 Personen getestet werden. Zelte wurden vor der Dienststelle zu Laboren umfunktioniert. Schnell bildet sich eine Menschenschlange. Einer der Wartenden schimpft und regt sich auf, dass er ohne Anmeldung keinen Test machen kann.

Wer einen Termin hat, muss eine Einwilligung unterschreiben, dann geht es weiter zum Abstrich, der über die Nase genommen wird. "Nach 45 Minuten haben wir Gewissheit über das Ergebnis", erklärt Burow. Dann werden die Testpersonen angerufen, um ihnen mitzuteilen, ob sie negativ oder positiv sind. Theoretisch sei es auch möglich mit Symptomen, wie Schnupfen zu erscheinen, alle Vorkehrungen zum Schutz seien getroffen.

Ein paar Kilometer weiter, im DRK-Rettungszentrum in der Bischof-Fischer-Straße, sieht das Szenario ein bisschen anders aus. Hier rollen Autos zu erst auf einen Parkplatz neben dem Greutplatz. Dort warten bereits DRK-Helfer. Sie geben Nummern aus, die hinter die Frontscheibe geklemmt werden. Insgesamt 17 Ehrenamtliche vom Deutschen Roten Kreuz sorgen für einen reibungslosen Ablauf beim Drive-in. Nach der Anmeldung wird Fahrzeug für Fahrzeug zum Rettungszentrum gelotst. Die großen Türen zur Fahrzeuggarage öffnen sich, denn hier wurde das Labor eingerichtet. "Wir haben den Personen, die sich angemeldet haben gesagt, dass nur zwei Menschen im Auto sitzen dürfen", erklärt DRK-Kreisgeschäftsführer Matthias Wagner. Fahrer- und Beifahrertüre: Von links und rechts wird der Abstrich genommen – das ganze Prozedere dauert nur Sekunden. Außen, neben dem Gebäude, warten die Personen in ihren Autos auf das Ergebnis. "Damit die Menschen Gewissheit haben, sagen wir ihnen nach 15 Minuten Bescheid", erklärt Wagner.

Alles lief reibungslos.

Simon Burow Bereitschaftsleiter Johanniter

Helfer Lars Lächele marschiert zu einem geöffneten Fenster. "Ich bringe positive Nachrichten", sagt er und meint damit den negativen Befund. Zwischen 14 und 18 Uhr sind 81 Fahrzeuge angemeldet. Auch in Ellwangen, Bopfingen und Nördlingen hat das DRK einen Drive-in organisiert. Insgesamt sollen so vom 23. bis zum 25. Dezember 656 Fahrzeuge durchgeschleust werden, dafür habe man 1900 Tests vorbereitet – wichtig: Alle Termine für den 24. und 25. sind bereits vergeben.

Die Uhr schlägt 18:30 Uhr und Burow von den Johannitern ist mit der Auswertung fertig. Gab es zu Beginn noch eine Schlange, habe sich diese schnell aufgelöst. So war jeder Besucher durchschnittlich zehn Minuten vor Ort. "Alles lief reibungslos", freut er sich. Die Bilanz der Johanniter: Zwei Corona-Positive.

Bei den 826 vom DRK getesteten Personen in Aalen, Ellwangen, Bopfingen und Nördlingen verzeichnet Wagner und sein Team sieben Corona-positive Fälle, keiner davon in Aalen. Übrigens: Vor Silvester wird es keine DRK-Teststationen geben, wenn es nach Wagner geht. "Weihnachten ist das Fest der Familie, Silvester ein stilles Fest", betont er.

In Bopfingen wird im Feuerwehrhaus getestet.

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