Corona-Schutz: 803 Spritzen in acht Stunden

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Petra Kunfink erhält von Helferin Dörte Tretter ihre Booster-Impfung.
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Sonntags-Impfen im Rathaus: Mehrere Dutzend Ehrenamtliche des DRK machen's möglich.

Aalen. Weitgehend reibungslos ist auch die zweite Impfaktion des DRK-Kocher-Rems-Verbundes am Sonntag im Aalener Rathaus abgelaufen. In den acht Stunden wurden 803 Impfungen vorgenommen, zumeist Booster-Impfungen. Darauf hatten sich die Verantwortlichen beschränkt, da nur der für Über-30-Jährige empfohlene Impfstoff Moderna zur Verfügung stand.

Nach der erfolgreichen Impfaktion in der Stadthalle vor Weihnachten mit über 900 Impfungen hatten die Kreisbehörden beim DRK wegen einer zweiten Aktion angefragt. DRK-Kreisgeschäftsführer Mathias Wagner und Lars Lächele, Vorsitzender des DRK Essingen, und über 40 Ehrenamtliche erklärten sich zum Mitmachen bereit. Letztere kommen aus der DRK-Bereitschaft Aalen, dem DRK-Ortsverband Essingen, der Bergwacht und der Sanitätsstaffel der Firma Carl Zeiss. Online waren im Vorfeld 823 Termine vergeben worden. Allerdings mussten auch einige Unter-30-Jährige abgewiesen werden.

Helfer hatten schon am Mittwoch das Foyer und die Galerie für die Vorkontrollen, den kleinen Sitzungssaal für die Impfzellen und den großen Sitzungssaal als Ruheraum vorbereitet. „Da konnten wir auf unsere Erfahrungen zurückgreifen, die Abläufe haben wir noch weiter optimiert“, berichtet Martin Kunz, einer der Einsatzplaner vom DRK Essingen. Um 6.30 Uhr trafen sich die ersten Mitarbeiter in Essingen, um 7.40 Uhr wurden die ersten Impfwilligen, die bereits vor der Tür anstanden, eingelassen, statt wie geplant um 8 Uhr. „Die Leute kommen halt doch immer etwas früher“, schmunzelt Wagner. Trotzdem hielt sich die Schlange vor dem Einlass in Grenzen. Auch hier waren Helfer des DRK im Einsatz, um den Anstehenden das Prozedere zu erläutern.

Zügig wurden an den Arbeitsplätzen die Unterlagen kontrolliert, Nummern verteilt, die Versichertenkarten von den Helferinnen der Schwerpunktpraxis Esber aus Essingen eingelesen. In den sechs Impfzellen führten Dr. Sandra Esber-Schimmel und Dr. Ulrike Bopp-Haas, Leiterin des Gesundheitsamts des Alb-Donau-Kreises, die Aufklärungsgespräche und Helferinnen der Praxis Esber impften dann. „Es läuft tadel- und reibungslos“, freute sich Martin Kunz. Das bestätigte auch das Ehepaar Müller aus Aalen: „Es hat jetzt alles knapp eine Stunde gedauert, das ist absolut in Ordnung“, sagten die beiden beim Verlassen des Rathauses.

Gegen 11.30 Uhr sahen sich Mathias Wagner und Martin Kunz gezwungen, am Zugang zum Rathaus die Abläufe zu ändern. Statt wie bisher eine Schlange, in die sich jeder nach seinem Eintreffen einreihte, wurde jetzt nach gebuchtem Termin aufgeteilt. „So kommt jetzt jeder der Reihe nach dran, und nicht mehr der, der früher kommt, vor dem, der eigentlich dran wäre“, begründete Wagner diese Maßnahme. Für die Ehrenamtlichen gab es im Casino von den Köchen des DRK Essingen Verpflegung, unter anderem Linsen und Spätzle.Jürgen Eschenhorn

Warteschlange vor dem Einlass zum Rathaus.
Achim Hofmann erhält von Nicole Geist seine Booster-Impfung, Dr. Sandra Esber-Schimmel (links) reicht ihm seine Unterlagen.
Ehrenamtliche des DRK kontrollieren die Unterlagen der Impflinge.

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