Corona-Selbsttests am THG

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Schüler Manilo Miglionico testet sich zum ersten Mal selbst.
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Schüler der fünften und sechsten Klasse des Theodor-Heuss-Gymnasiums wenden zum ersten Mal Corona-Selbsttests an.

Aalen

Statt Religionsunterricht ist bei der Klasse 5a am Theodor-Heuss-Gymnasium (THG) in Aalen in der ersten Unterrichtsstunde am Donnerstagmorgen Aufregung und Nasenkitzel angesagt. Zum ersten Mal erproben sich die Schülerinnen und Schülern der 5. und 6. Klassenstufe mit Corona-Selbsttests.

"Die Clinitests Rapid Covid-19 Antigen Tests der Firma Siemens Healthineers haben wir von der Stadt in größerer Anzahl zur Verfügung gestellt bekommen", sagt Schulleiter Dr. Christoph Hatscher. Diese Tests sollten rein als Selbsttest eingesetzt werden. "Jeder Schüler testet sich selbst mithilfe eines Abstrichs im vorderen Nasenbereich", erklärt Hatscher. Nicole Haas, medizinische Fachangestellte in der Praxis Dr. Sandra Esber-Schimmel in Essingen, begleitet an diesem Donnerstag das Selbst-Test-Projekt.

In einem blauen Schutzanzug und Mund- und Nasenschutz betritt sie die Klasse 5 a, die in eine "Jungs- und eine Mädchenklasse" in zwei Räume aufgeteilt wurde. Jeder Schüler bekommt nun das Testkit auf den Tisch – ein Wattestäbchen und einen Teststreifen. "Alle sollen jetzt die Verpackung mit dem Wattestäbchen öffnen", weist Haas die Klasse an. Und dann geht es los.

"Das Stäbchen in beide Nasenlöcher waagerecht einführen und jeweils fünf Mal im Kreis drehen", leitet Nicole Haas die Schülerinnen und Schüler an. Manilo Miglionico hat schon einmal privat einen Test gemacht, erzählt er. "Ein bisschen nervös bin ich schon", sagt er. Beim Einführen des Wattestäbchens verzieht er leicht sein Gesicht. "Meine Augen haben ein bisschen getränt und es hat ein wenig in der Nase gekitzelt", sagt der 10-Jährige, während er das Wattestäbchen in ein Reagenzglas steckt. Danach kommt die Flüssigkeit auf den Teststreifen. "Jetzt müssen wir 15 Minuten auf das Ergebnis warten", sagt Haas. Die Schüler blicken gespannt auf den Test. "Wann bin ich positiv?", fragt einer der Schüler. Haas erklärt: "Zwei Striche auf dem Test bedeuten positiv, einer negativ."

15 Minuten Anspannung

Für Finja Hoch ist das der erste Test. "Angst hatte ich nicht, aber ich war unsicher, weil ich nicht wusste, was mich erwartet", sagt sie. Gekitzelt hat es und etwas unangenehm war es, als sie das Wattestäbchen in die Nase stecken musste. "Aber ich finde es gut, dass wir getestet werden, so können wir sicher sein, dass wir das Virus nicht in uns tragen", sagt sie. "Die Schülerinnen und Schüler sind noch etwas nervös, die Meisten haben heute zum ersten Mal einen Coronatest gemacht", sagt Lehrerin Sabine Erath. Sie denkt allerdings, dass sich die Schüler daran schnell gewöhnen werden.

Meine Augen haben leicht getränt.

Manilo Miglionico Schüler

Erleichterung nach 15 Minuten. "Alle Schüler sind negativ", sagt Manilo. "Das ist ein gutes Gefühl", sagt er.

Zwei Tests pro Woche

Zweimal die Woche sollen nun die Schülerinnen und Schüler am THG diesen Selbsttest in der ersten Unterrichtsstunde durchführen, erklärt der Schulleiter.

Was passiert bei einem positiven Testergebnis

Zeigt ein Corona-Selbsttest ein positives Ergebnis an, muss schnell gehandelt werden. Schulleiter Dr. Christoph Hatscher erklärt, dass es bisher am THG noch keinen positiven Corona-Test gab. Trete dieser Fall allerdings ein, müsse der betroffene Schüler direkt die Klasse verlassen und werde beurlaubt. "Eine positive Testung bedeutet dann aber nicht sofort eine Quarantänepflicht für den Schüler, für die ganze Klasse oder seine ganze Familie, sondern die Notwendigkeit einer Nachtestung mittels PCR-Test beim Arzt", versichert der Schulleiter.

Schülerin Finja Hoch steckt das Wattestäbchen in das Reagenzglas und wartet dann auf das Testergebnis.
Die medizinische Fachangestellte Nicole Haas zeigt den Schülerinnen und Schülern am THG, wie der Corona-Selbsttest richtig angewendet wird.

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