Coronafälle im Ostalbkreis stark gestiegen

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Die Grafik zeigt, wie viele Coronafälle im Vergleich zum Vortag registriert wurden und wie viele aktuelle Fälle es an dem jeweiligen Tag gab. Gleichzeitig werden ehemals Infizierte wieder als genesen erklärt – daher die Differenz. Grafik: Carmen Apprich
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Viele Einzelfälle, aber auch Schulen und Fußballvereine betroffen – Landrat appelliert an Bevölkerung, die Coronaregeln einzuhalten.

Aalen

Die Zahl der festgestellten Corona-Infektionen im Ostalbkreis ist innerhalb einer Woche deutlich angestiegen. An diesem Donnerstag verzeichnet der Landkreis 76 aktive Fälle – das ist der höchste Stand seit Mai. Innerhalb der letzten sieben Tage wurden 69 Neuinfektionen registriert.

Grund genug für Landrat Dr. Joachim Bläse, sich in einer Pressemitteilung direkt an die Bevölkerung zu wenden: "Angesichts steigender Infektionszahlen im Kreis appelliere ich an alle Bürgerinnen und Bürger, die Abstands- und Hygienevorschriften ernst zu nehmen und einzuhalten!"

Mehrere Infektionsgeschehen und viele Einzelfälle quer durch den Landkreis seien für den Anstieg verantwortlich. Insbesondere Fußballvereine aber auch Schulen sind betroffen.

Im Fußball sind bei der SGM Kirchheim/Trochtelfingen Stand Donnerstag zwölf Personen positiv – rund 50 wurden getestet. Im Zusammenhang mit diesen Corona-Erkrankungen wurden außerdem Spieler des SV Waldhausen auf Corona getestet, die am 6. September bei einem Fußballspiel gegen die SGM im Einsatz waren – alle negativ.

Ein weiterer Fußballverein, der TV Bopfingen, ist aktuell ebenfalls betroffen. Auch hier sind vier Personen aus dem Kader positiv auf Corona getestet worden. Nachdem am vergangenen Wochenende Spiele gegen den SV Pfahlheim und Stödtlen bestritten wurden, werden auch die Spieler dieser Mannschaften auf Corona getestet werden. Betroffen ist zudem das Ostalb-Gymnasium in Bopfingen im Oberstufenbereich. Diejenigen Schülerinnen und Schüler, die als Kontaktpersonen in Frage kommen, werden von der Schulleitung und vom Gesundheitsamt über das weitere Vorgehen informiert.

Coronafälle auch an Gmünder Schulen

An der Agnes-von-Hohenstaufen-Schule am Beruflichen Schulzentrum Schwäbisch Gmünd trat ebenfalls ein Corona-Fall auf. Die als Kontaktpersonen betroffenen Schüler seien bereits informiert und wurden ebenfalls getestet, so das Landratsamt. Der Unterricht konnte dank des Hygienekonzepts des Beruflichen Schulzentrums fortgeführt werden.

Angesichts steigender Infektionszahlen appelliere ich an alle, die Abstands- und Hygienevorschriften einzuhalten!

Dr. Joachim Bläse Landrat

Auch an der Rauchbeinschule Schwäbisch Gmünd wurde ein Kind positiv auf Corona getestet. Schülerinnen und Schüler der Schule, die mögliche Kontaktpersonen sind, sowie Kinder aus anderen Schulen in Schwäbisch Gmünd, die im Rahmen einer Schülerbetreuung Kontakt hatten, wurden bereits auf Corona getestet.

"Der aktuelle Anstieg der Zahlen macht uns ein weiteres Mal überdeutlich, dass das Corona-Virus nach wie vor zirkuliert", so Landrat Bläse. "Mein besonderer Appell richtet sich an alle Bürger, die aus dem Ausland zurückkehren, insbesondere an die Reiserückkehrer aus Risikogebieten. Bitte nehmen Sie sich möglichst bei Ihren Freizeitaktivitäten in den ersten zwei Wochen freiwillig zurück und reduzieren Sie Ihre Kontakte!"

Für den Ostalbkreis will Bläse demnächst eine Teststrategie für Schulen und Kindertageseinrichtungen vorstellen. "Wir haben uns selbst eine Corona-Vorwarnstufe vorgegeben, die wir genau im Auge haben. Unsere internen Strukturen, mit denen die Corona-Pandemie im letzten halben Jahr erfolgreich bewältigt wurde, sind jederzeit bereit", sagt Bläse.

Mit den Frühjahrszahlen nicht vergleichbar

Auch wenn der neue Anstieg plötzlich kommt – mit dem Frühjahr sind die Zahlen nicht vergleichbar. Im April gab es im Ostalbkreis bis zu 655 gleichzeitig als infiziert registrierte Menschen – teilweise kamen innerhalb weniger Tage 100 neue Fälle hinzu.

Legt man die 69 neuen Fälle in einer Woche zugrunde, kommen auf 100 000 Einwohner 22 neue Fälle im Ostalbkreis. Die Vorwarnstufe im Land liegt bei 35 Fällen pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche.

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