Danke für 225 830 Euro und so viel Gefühl und Anteilnahme!

+
Bildmitte, unten: Diplom-Sozialpädagoge Pirmin Heusel von der Caritas (l.) und Diakon Jörg Dolmetsch von der Diakonie (r.) meinen: „Advent der guten Tat ist Gold wert!“ Bildkombo: rico
  • schließen

Advent der guten Tat feiert ein neues Rekordergebnis. Danke für die große Solidarität und den gesellschaftlichen Zusammenhalt!

Aalen

Der laute Applaus gilt heute Ihnen, liebe Leserinnen und Leser! 225 830 Euro innerhalb von fünf Wochen: Damit feiert die SchwäPo-Hilfsaktion Advent der guten Tat ein neues Rekordspendenergebnis.

So viel Gefühle, so viel Anteilnahme hat unsere Spendenaktion für schicksalhaft in Not geratene Menschen im Verbreitungsgebiet dieser Zeitung in den vergangenen 60 Jahren selten erfahren. Wir sagen von ganzem Herzen danke. Danke für die große Solidarität und den gesellschaftlichen Zusammenhalt gerade in diesen für viele Familien schwierigen Zeiten der Pandemie!

Dank Ihrer Unterstützung, liebe Leserinnen und Leser, hat Advent der guten Tat bereits im Dezember viele beantragte Hilfeleistungen in Höhe von insgesamt 37 455 Euro bewilligen und bezahlen können: 13 662 Euro wurden für Arztkosten, Nothilfe und Lebensmittelzuschüsse verwendet, über 2200 Euro für die Begleichung von Stromrechnungen, knapp 3000 Euro für die Finanzierung von Haushaltshilfen, knapp 2000 Euro für Brillen und Versicherungen, weitere knapp 2000 Euro für Fahrtkosten in Kliniken, jeweils 1500 Euro für Mietnebenkosten und Bekleidung, rund 2000 Euro für Kindergartengebühren und Schulkosten, 2000 Euro für Elektrogeräte.

Um sicherzustellen, dass die Tafelläden im Altkreis Aalen für die berechtigten Menschen ausreichend Ware anbieten können, haben wir wie in den Vorjahren die Tafeln in Aalen, Bopfingen und Ellwangen mit insgesamt 9000 Euro unterstützt.

Nicht nur zur Weihnachtszeit

Doch die SchwäPo-Aktion Advent der guten Tat hilft Bedürftigen nicht nur zur Weihnachtszeit. Daher sind wir sehr dankbar, dass wir mit den verbleibenden Spenden von rund 180 000 Euro auch im gesamten Jahr 2022 in unserem Verbreitungsgebiet so viele bedürftige Menschen wie möglich in einer Notsituation unterstützen können. Man braucht kein Prophet zu sein, um vorherzusagen, dass im kommenden Jahr viele Menschen allein durch die angekündigten Preissteigerungen im Energiebereich in finanzielle Nöte geraten werden.

Etwas ist diesmal anders

Doch etwas ist in diesem Jahr anders als sonst: „Es berührt mich dieses Jahr ganz arg, dass nicht nur Geldspenden fließen, sondern viele Menschen darüber hinaus auch großes persönliches Engagement zeigen!“, sagt Diakon Jörg Dolmetsch (Diakonie). Er ist bereits im zweiten Jahr Mitglied im Vergabeausschuss von Advent der guten Tat. Besonders viele „Hilfsengel“ haben sich aufgrund der SchwäPo-Artikel gemeldet. Sie haben ihre Arbeitskraft, ihr Können und ihre Zeit angeboten, um ihren Mitmenschen das schwere Leben ein bisschen zu erleichtern.

Ein Leser beispielsweise, der im IT-Bereich arbeitet, schreibt uns: „Die Berichte im Rahmen Ihrer Aktion Advent der guten Tat über Menschen in Not gehen mir regelmäßig unter die Haut. Beim Bericht über die alleinerziehende krebskranke Frau K. schweiften meine Gedanken zu ihrer Tochter.“ Für den 16-jährigen Teenager bietet er an, einen leistungsfähigen Laptop zu spendieren, um am Online-Unterricht in der Schule teilnehmen zu können; oder ein aktuelles Smartphone, um mit Freunden Kontakt zu halten.

Wie die Firma Triumph hilft

Die Firma Triumph hat sich gemeldet, um die alleinerziehende krebskranke Frau K. mit all dem auszustatten, was sie für den zwingend notwendigen Reha-Aufenthalt benötigt.

Mike Adriaans vom Garten- und Landschaftsbau im Rauental hat sich als Weihnachtsengel auf den Weg gemacht, hat Christbäume verschenkt und sie zu Familien bis an die Grenze zu Bayern kutschiert.

Zu Beginn der diesjährigen Aktion berichteten wir über den Leukämiekranken sechsjährigen Martin und die Fahrtkosten zur Klinik (1700 Euro). Daraufhin hatte sich das Autohaus Bruno Widmann gemeldet und direkt auf das Konto der der Familie gespendet.

Wohnung gesucht

Dank vieler privater Brennholzangebote hat Herr Sch., der in einer maroden Hütte lebt, nun lange Zeit eine warme Stube. Pirmin Heusel von der Caritas hat für ihn Grundsicherung beantragt, die inzwischen bewilligt wurde. Bedeutet: Herr Sch. lebt jetzt am Existenzminimum, wie es das Bundesgesetz regelt. Nach Abzug der Miete bleiben ihm rund 450 Euro zum Leben. Das ist nicht viel, aber mehr, als er bisher zur Verfügung hatte. Ziel ist, für Herrn Sch. Pflegegrad 1 zu bekommen. „Mit dem Betrag von 125 Euro könnte dann eine Nachbarschaftshilfe finanziert werden, die für ihn einkauft“, so Pirmin Heusel. Mittelfristiges Ziel sei, eine ordentliche Wohnung für den Rentner zu finden.

Advent der guten Tat hilft weiter, auch in 2022. Jörg Dolmetsch: „Weil man mit dieser Hilfe schnell und unbürokratisch Notsituationen überbrücken kann, ist die SchwäPo-Aktion Gold wert.“

Dietmar Nendza

Ich habe wirklich Glück im Leben gehabt. Davon will ich ein bisschen weitergeben.“

Dietmar Nendza

Dietmar Nendza (Dewangen) unterstützt Advent der guten Tat regelmäßig seit vielen Jahren. Nicht nur mit namhaften finanziellen Spenden. In Einzelfällen sucht er auch den persönlichen Kontakt zu den Antragstellern. Vor allem die Situation alleinerziehender Mütter, die mit ihren Kindern einem enormen Armutsrisiko ausgesetzt sind, geht ihm sehr ans Herz. „Da zu helfen ist mir wirklich ein persönliches Anliegen“, sagt der 65-jährige Unternehmer, der sich aus einem Gefühl großer Dankbarkeit heraus für andere einsetzt. „Ich habe wirklich Glück im Leben gehabt. Davon will ich ein bisschen weitergeben.“

Barbara Rossmann

Wir werden Herrn Sch. auch ein LED-Panel für seine Küche besorgen“

Barbara Rossmann

Barbara Rossmann (Fachsenfeld) hat vor allem das Schicksal des in einer baufälligen Hütte lebenden Herrn Sch. sehr ergriffen. Eine Woche vor Weihnachten hat sie für ihn einen Großeinkauf mit Grundnahrungsmitteln gemacht. Auch einen großen Topf Hühnersuppe mit Gemüse und Nudeln hat sie ihm gekocht und vorbeigebracht. Ihr 28-jähriger Sohn Dominik hat Herrn Sch. eine Elektroheizung gekauft und wird ihn auch bei der Bezahlung der Stromkosten unterstützen. „Wir werden Herrn Sch. auch ein LED-Panel für seine Küche besorgen“, berichtet Barbara Rossmann.

Steffen Dangelmaier

Uns geht‘s gut. Wir haben drei gesunde Kinder. Wenn jeder etwas abgeben würde für Menschen, denen es nicht so gut geht, würde es auf der Welt keine Armut mehr geben“

Steffen Dangelmaier

Steffen Dangelmaier (Waldhausen) unterstützt mit seinem Christbaumverkauf seit dem Jahr 2008 die SchwäPo-Hilfsaktion Advent der guten Tat. „Uns geht‘s gut. Wir haben drei gesunde Kinder. Wenn jeder etwas abgeben würde für Menschen, denen es nicht so gut geht, würde es auf der Welt keine Armut mehr geben“, sagt der 40-Jährige. Die SchwäPo-Hilfsaktion unterstützt er, „weil man weiß, die Spenden werden hier vor Ort eingesetzt.“

Erkan Bahadir

Vor allem das Schicksal des armen Rentners, der in einer maroden Hütte lebt, hat mich sehr berührt“

Erkan Bahadir

Erkan Bahadir (Aalen) ist über die sozialen Medien auf die SchwäPo-Hilfsaktion Advent der guten Tat aufmerksam geworden. „Vor allem das Schicksal des armen Rentners, der in einer maroden Hütte lebt, hat mich sehr berührt“, erzählt Bahadir am Telefon. Umgehend hat er dann übers soziale Netz Kontakt mit der SchwäPo aufgenommen und seine Hilfe angeboten. Seinen großen Lebensmitteleinkauf für Herrn Sch., hat Pirmin Heusel (Caritas) dann direkt an dessen Tür geliefert. 

Zurück zur Übersicht: Stadt Aalen

Kommentare