Das Aalbäumle bleibt weiter gesperrt

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Betreten verboten: Ameisen und jetzt auch noch ein Pilz nagen an einem Fuß des Aalbäumles. Knappe 30 Jahre hat der Aussichtsturm auf dem Langert auf dem Buckel. Wie es weitergeht, ist am 4. November Thema in einem Ausschuss des Gemeinderats.
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Ameisen höhlen schon länger einen der Füße des Aussichtsturms aus. Jetzt nagt auch noch ein Pilz daran. Ein Statiker war am Mittwoch vor Ort. Was nun der nächste Schritt ist.

Aalen

Das Aalbäumle muss noch gesperrt bleiben. Das berichtet die Pressesprecherin der Stadt, Karin Haisch, auf Nachfrage. Seit Ende September dürfen Besucher den Aussichtsturm nicht mehr besteigen. Dass Ameisen den Turm zerfressen, hat der Statiker schon 2017 festgestellt. Jetzt hat aber ein Gutachter den Turm untersucht und festgestellt, dass ein Turmfuß nicht mehr nur von Ameisen, sondern auch von einem Pilz befallen ist. Im Hinblick auf mögliche, kommende Herbststürme hat der Gutachter, der auf Baumschäden spezialisiert ist, der Verwaltung die Sperrung empfohlen. Das hat die Stadt so am 29. September bekanntgegeben.

Inzwischen gibt es eine neue Entwicklung. Am Mittwochvormittag war Statiker Rudolf Ribarek vom Ingenieurbüro Ohligschläger, Ribarek und Roll aus Aalen vor Ort und hat den Aussichtsturm untersucht. Seit Anfang 2019 wird das Wahrzeichen im Auftrag der Stadt regelmäßig von einem Statikerbüro überprüft, heißt es aus dem Rathaus.

Die Stadtsprecherin fasst das erste Ergebnis des Vor-Ort-Termins zusammen: "Der Turm bleibt weiter gesperrt, es besteht aber nach Aussage des Statikers keine unmittelbare Gefahr, es handelt sich um eine Sicherheitsmaßnahme." Außerdem berichtet Karin Haisch, dass der Statiker das Gutachten in Sachen Ameisen- und Pilzbefall des Baumsachverständigen inzwischen vorliegen habe.

Es besteht keine unmittelbare Gefahr. Es handelt sich um eine Sicherheitsmaßnahme.

Karin Haisch Pressesprecherin Stadt Aalen

Zum weiteren Vorgehen will de Ingenieur nun verschiedene Varianten erarbeiten und die Kosten dafür berechnen. In der kommenden öffentlichen Sitzung des Kultur-, Bildungs, und Finanzausschusses (KBFA) will er Karin Haisch zufolge den Rätinnen und Räten die Ergebnisse seiner Berechnungen vorstellen. Die Sitzung beginnt am Mittwoch, 4. November, um 13 Uhr in der Stadthalle. 2019 war bekannt geworden, dass Rossameisen, auch Holzameisen genannt, seit 2017 am Turm nagen. Statiker Ribarek hatte aber Entwarnung gegeben und dem Aalbäumle fünf weitere Lebensjahre bescheinigt. Knappe 30 Jahre hat der Aussichtsturm auf dem Langert bereits auf dem Buckel. 1992 wurde er in seiner jetzigen Form gebaut. Ribarek hatte vergangenes Jahr empfohlen, nicht zu sanieren, sondern abzureißen und neuzubauen. Auf über eine Million Euro hatte der Ingenieur die Kosten damals geschätzt.

Oberbürgermeister Thilo Rentschler sagte damals bei einem Pressegespräch, er könne sich vorstellen, dass Bürgerinnen und Bürgern mit Spenden zur Finanzierung beitragen und als Dank mit Namensschildern auf den Treppenstufen verewigt werden.

Öffentliche Ausschussitzung ist am Mittwoch, 4. November, ab 13 Uhr in der Aalener Stadthalle

So geht es mit dem Bau der Toiletten voran

Die Zeit der Dixie-Klos ist bald vorbei. Am Aalbäumle entsteht in diesen Wochen eine moderne Sanitäranlage. "Aktuell wurden die Elektro- und Sanitärrohinstallationen abgeschlossen", berichtet die städtische Pressesprecherin Karin Haisch. Die Innenwandbekleidungen seien in der Produktion.

Türen werden ihr zufolge diese und nächste Woche eingebaut, anschließend können die Innenwandbekleidungen, Leuchten und Sanitärobjekte angebracht werden. Außen herum wird das Gelände angepasst und in Absprache mit dem Forst werden Büsche angepflanzt.

Zwischen der Schutzhütte und dem neuen Gebäude wird eine Schotterfläche entstehen, auf die bei Bedarf Bierbänke gestellt werden können. "Wegen der aktuell langen Lieferzeiten rechnen wir mit der Fertigstellung der Fassade und des Steg bis Ende Oktober, Anfang November", sagt Karin Haisch. Das neue Bioölaggregat werde voraussichtlich im Dezember geliefert.

Das Konzept für die Photovoltaik-Anlage werde im Moment mit der Hochschule abgestimmt und werde dann ausgeschrieben, sagt Haisch. ks

Am Aalbäumle entsteht ein Sanitärgebäude.

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