Das Aalbäumle ist ab Sonntag bewirtschaftet

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Ab sofort soll sie wieder wehen, die rot-weiße Fahne am Aalbäumle-Turm. OB Frederick Brütting übergab sie symbolisch an den neuen Wirt Michael Wiedenhöfer (rechts).
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Nach langem Warten hat Aalens beliebtestes Ausflugsziel wieder eine neue Attraktion. Michael Wiedenhöfer ist neuer Wirt in der Schutzhütte. Das ist sein Konzept.

Aalen

Die Sonne lacht, ein seidiger Himmel überspannt den Langert. Ein Frühlingstag wie aus dem Bilderbuch, perfekt eingeschenkt zu der Nachricht, die OB Frederick Brütting am Donnerstag zu Füßen des Aussichtsturms verkündet: Das Aalbäumle ist ab sofort wieder bewirtschaftet. Michael Wiedenhöfer, als Gastronom des Eichenhofs und der Havanna-Bar in Aalen bekannt, verköstigt mit seinem Team ab sofort an den Wochenenden die Besucher an der Schutzhütte.

Im März 2021 bereits hatte der Gemeinderat für den Abschluss des Pachtvertrages mit ihm gestimmt. Pandemiebedingt die Pause, nun der Start erst in diesem Jahr. Dennoch: „Das freut mich und viele Aalenerinnen und Aalener sehr“, betonte Aalens Stadtoberhaupt.

Das gastronomische Konzept: Wirt Wiedenhöfer dankt der Stadt, „dass ich mein Glück hier versuchen darf“. Vieles will er beibehalten oder ähnlich machen wie seine Vorgängerin Inge Birkhold, die das Aalbäumle jahrzehntelang bewirtschaftete und der er großen Respekt für diese Arbeit zollte. Auf den Punkt gebracht heißt sein Grundsatz: „Das hier ist eine Schutzhütte, da wird es keinen Zwiebelrostbraten geben.“ Anbieten will er Grillwürste, Wecken und Deftiges, Schöpfgerichte, Wasseralfinger Bier und andere Kaltgetränke, Kaffee, Kuchen und - ganz neu - „Pommes; wir haben jetzt eine Fritteuse“. Ebenso neu: Weil jetzt Kühl- und Gefriermöglichkeiten gegeben sind, verkauft Wiedenhöfer ab sofort auch Eis am Stiel.

Er setzt auf Nachhaltigkeit, will möglichst viele Produkte aus der Umgebung einkaufen und Synergien aus dem Betrieb des Eichenhofs und der Havanna-Bar nutzen. „Mir als Aalener liegt sehr viel an diesem Hausberg“, betont er seine emotionale Verbundenheit. Als Hotelier erlebe er, wie Urlauber das Ausflugs- und Wanderziel Aalbäumle als perfekte Ergänzung in Aalens touristischem Konzept wahrnähmen.

Öffnungszeiten: Im Pachtvertrag mit der Stadt verpflichtet sich Wiedenhöfer zu mindestens 25 Öffnungstagen im Jahr. Die Saison beginnt am 1. Mai und endet am 31. Oktober, geöffnet ist sonn- und feiertags von 10.30 bis 17.30 Uhr. Je nach Wetterlage dürfe er diese Zeiten etwas ausdehnen, auch zusätzliche Öffnungstage, zum Beispiel an Brückentagen seien nach Rücksprache möglich, erläuterte Kämmerin Daniela Faußner den Vertrag.

Neue Technik vor Ort: Für 400 000 Euro hat die Stadt einen Toilettentrakt und Technikräume an der Schutzhütte errichtet. 70 000 Euro wurden in die Energieversorgung investiert. Zum Beispiel in eine Photovoltaikanlage: Der unter der Woche erzeugte Strom kann am Wochenende genutzt werden - dank dreier recycelter Autobatterien und der Zusammenarbeit mit der Hochschule und den Stadtwerken, erläuterte der Leiter der Gebäudewirtschaft, Markus Haas. Für Notfälle gibt es ein mit Palmöl betriebenes Stromaggregat. Eine Zisterne sammelt jetzt Regenwasser für die Toilettenspülung. Trinkwasser muss nach wie vor hinauftransportiert werden, wird aber ebenso wie das Gebrauchswasser vor Ort gefiltert.

Mir als Aalener liegt sehr viel an diesem Hausberg.“

Michael Wiedenhöfer, Gastronom

Wenn die rot-weiße Fahne weht, ist „offen“

An der Schutzhütte gibt es 180 Sitzplätze. Schutz bei Regen bietet ein 28 Quadratmeter großer, überdachter Bereich.

Weht die rot-weiße Fahne auf dem Turm? Dann ist die Bewirtschaftung offen. Auch online soll aktuell informiert werden: www.aalbäumle.de

Ab sofort soll sie wieder wehen, die rot-weiße Fahne am Aalbäumle-Turm. OB Frederick Brütting (2.v.l.) übergab sie symbolisch an den neuen Wirt Michael Wiedenhöfer (rechts)
Die schutzhütte am Aalbäumle ist ab sofort wieder bewirtet
Blick in den Technikraum - hier: die Filteranlage fürs Wasser
Ab sofort ist die Schutzhütte am Aalbäume sonn- und feiertags wieder bewirtschaftet.
Eine Photovoltaikanlage sichert jetzt die Stromversorgung für die Bewirtung am Aalbäumle.

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