Das Aalbäumle wird wieder bewirtet

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Dieses Bild soll sich an den nächsten Sonntagen ändern: Am Aalbäumle wird es wieder eine Bewirtung geben. Wanderer können dort Speisen und Getränke kaufen, sich zum Essen niederlassen – aber mit Abstand, mahnt die Stadt. Archivfoto: opo
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Die Malteser verkaufen an den nächsten Sonntagen auf Aalens beliebtestem Hausberg Speisen und Getränke. Am 2. August geht's los. Was dort oben sonst noch passiert.

Aalen

Urlaub daheim – und die Wanderung mit der Familie hat ab sofort ein noch attraktiveres Ziel: Ab Sonntag, 2. August, lockt das Aalbäumle nicht nur mit tollem Ausblick, sondern auch mit Bewirtung. Die Malteser aus Aalen und Unterschneidheim übernehmen die Bewirtschaftung der Hütte.

Ehrenamtliche Mitglieder der Maltesergruppen Aalen und Unterschneidheim werden dort Getränke, Würste, Steaks sowie Kaffee und Kuchen anbieten. Bis auf Weiteres an acht Sonntagen, beginnend am 2. August.

"Alle Speisen und Getränke gibt es ausschließlich in Selbstbedienung", erläutert Aalens Pressesprecherin Karin Haisch. Das bedeute: Speisen und Getränke werden am Tresen ausgegeben. Die Gäste dürfen sich zum Schmausen an Tischen und Bänken niederlassen, es gibt dort coronabedingt aber keine Bedienung. Haisch: "Jeder Besucher ist selbst in der Pflicht, die Abstandsregeln einzuhalten." Die Stadt werde zum Sonntag auch entsprechende Hinweistafeln aufstellen.

Jeder Besucher ist in der Pflicht, die Abstandsregeln einzuhalten.

Karin Haisch Pressesprecherin Stadt Aalen

Die Vorgeschichte: Seit dem Rückzug der letzten Pächterin Inge Birkhold zum Ende der Sommersaison 2019 war die Hütte geschlossen. Nachdem in einer ersten Ausschreibungsrunde kein passender Pächter zu finden war, schrieb die Stadt laut OB Rentschler die mitgliederstarken Vereine an: Ob sie Interesse hätten, das Aalbäumle ehrenamtlich an den Wochenenden zu bewirten und sich damit eine Möglichkeit zu schaffen, die Vereinskasse aufzubessern? Denn coronabedingt sind unzählige Feste ausgefallen, dem Vereinen fehlt das Geld aus der Bewirtung.

Die Malteser seien die Ersten gewesen, die sich gemeldet hätten. Und sie seien versiert, so der OB. Sie hätten Erfahrung mit Bewirtung aus dem Weindorf an den Reichsstädter Tagen. Und der stellvertretende Stadtbeauftragte der Malteser, der Mediziner Dr. Peter Schmidt, der die Ehrenamtlichen koordiniere, habe die Stadtverwaltung in der Pandemie beraten.

Mehr Komfort fürs Aalbäumle: Auch wenn die Malteser jetzt in die Bresche springen, im nächsten Jahr will die Stadt nach einem Pächter fürs Aalbäumle suchen. Inzwischen haben dort Bauarbeiten begonnen: Die Dixi-Klos sollen der Vergangenheit angehören, die Stadt errichtet ein Gebäude mit Toiletten und Technikraum sowie eine Zisterne. Strom liefert eine Photovoltaikanlage, Wasser transportiert der Bauhof hinauf. 400 000 Euro werden jetzt dort investiert.

Aalbäumle-Bewirtung: ab 2. August immer sonntags von 10 bis 18 Uhr. Geplant sind die Sonntage bis zum 20. September.

Die Malteser wollen die Tradition beibehalten, die Fahne zu hissen als Zeichen, dass das Aalbäumle bewirtet ist. Am Donnerstag übergaben Dieter Gerstner (von rechts) von der Stadt und OB Thilo Rentschler die Fahne an das Malteserteam Dr. Peter Schmidt, Annika Wiedmann und Janine Schmidt.

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