Das Jahr der Pandemie: Coronavirus im Ostalbkreis

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Durch die erste Welle im Frühjahr hat es unsere Region relativ gut geschafft. Zum Jahreswechsel stehen allerdings alle Zahlen im roten Bereich.

Aalen

Es war der 3. März 2020, als das neuartige Coronavirus den Ostalbkreis nachweislich erreichte. Einen Tag später steht fest: Es sind bereits drei Frauen aus dem Ellwanger Raum, die positiv getestet wurden. Die Verbindungen führen nach Heinsberg in Nordrhein-Westfalen – am 15. Februar haben sich dort fast die Hälfte aller 300 Teilnehmer einer Karnevalssitzung infiziert. Deutschlands erster Corona-Hotspot.

Von da an ging es schnell. Bereits Ende März verzeichnet der Ostalbkreis mehr als 500 Infizierte. Zwei Wochen vorher: Ischgl. Europas erster großer Hotspot. "Wird der Ostalbkreis das neue Heinsberg?", berichtete der überregionale Nachrichtensender N-TV, als klar wird, dass sechs Busse mit rund 200 Menschen aus dem Ostalbkreis dort waren. Schnell ist klar: nein. Der Ostalbkreis kommt erstaunlich gut durch die erste Welle der Pandemie.

Jetzt sind wir mitten in der zweiten Welle – Ausgang unklar. Alle Zahlen sind zum Jahresausklang auch im Ostalbkreis im roten Bereich. Die Inzidenz: weit über 100. Die Todesfälle: im Dezember so viele wie noch nie in einem Monat. Bis Weihnachten sind im Ostalbkreis allein im Dezember 44 Menschen in Verbindung mit dem Coronavirus gestorben. In drei Wochen also so viele Menschen, wie auch von März bis Oktober im Ostalbkreis gestorben sind.

In Baden-Württemberg laufen langsam auch die Intensivstationen voll. Mitte Dezember klettert erstmals in Baden-Württemberg die ständig steigende Kurve der intensiv-medizinisch behandelten Covid-19-Fälle über die ständig sinkende Kurve der freien Intensivbetten.

Wird der Ostalbkreis das neue Heinsberg?

Nachrichtensender N-TV nach der Ischgl-Fahrt im März 2020

Die aktuellen Zahlen zwischen den Feiertagen sind außerdem mit Vorsicht zu genießen. Davor warnt auch das Robert Koch-Institut, das mit weniger Laboruntersuchungen rechnet. Erst Mitte Januar wird klar sein, wie sich Weihnachten auf das Infektionsgeschehen tatsächlich ausgewirkt hat.

Ausführliche Zahlen und Grafiken laufend aktualisiert online:

www.schwaepo.de/1881515

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