Das Kollektiv K zieht in die Aalener Bahnhofstraße

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Das Kollektiv K Aalen bezieht neue Atelierräume in der Bahnhofstraße. Doch zunächst wird das Haus von den Vereinsmitgliedern renoviert. Mit dabei auch der Vorstand: Tobias Kerger, Minou Alirezazadeh, Tobias Holzinger, Marie Kubitza und Jakob Arold (v.l.)
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Der Verein hat ein Haus angemietet, das momentan renoviert wird. Wer dort alles einen Platz findet und was die jungen Kreativen dort noch planen.

Aalen

Am Boden blinkt ununterbrochen die Ladestation des Akkubohrers, an der Decke hört man pausenlos die Schritte aus der darüberliegenden Etage.  Auf allen drei Stockwerken wird an diesem Dienstagnachmittag in dem alten Haus in der Bahnhofstraße gearbeitet. Mancher Verein mit Nachwuchsproblemen dürfte bei dem Anblick wohl schon ein wenig neidisch werden. Geschätzt 15 Mitglieder des Kollektiv K sind dabei, die Räume der Nummer 44 zu renovieren. Wände streichen, abgedeckte Decken und Wände herausnehmen, Geräte saubermachen - in allen Ecken wird gearbeitet.

Im April will der Verein in die neuen Räume ziehen, wie Jakob Arold erklärt. Arold hat Sounddesign studiert und ist Vorsitzender des gemeinnützigen Vereins, den es seit Ende 2019 gibt.  Das Haus mit 330 Quadratmeter Grundfläche sei ihnen als Mietobjekt von den Eigentümern angeboten worden, sagt er. Das Kollektiv K hat mittlerweile eine Mitgliederschaft von 60 Menschen - Handwerk, Musik, Kunst, Organisation - fast jedes Talent und Genre ist vertreten. "Da wurde es in den Räumen in Unterkochen mittlerweile schon auch einfach zu eng", sagt Marie Kubitza, die zweite Vorsitzende. Nun sei man sehr zentral in der Stadt. "Das ist für uns alle auch besser erreichbar und man findet uns auch leichter", ergänzt sie.

Werkstatträume und ein Raum für Begegnungen

Finden auch für die Kurse, die das Kollektiv in den neuen Räumen anbieten möchte. In dem größten Raum im zweiten Stock des Hauses knien gerade zwei junge Männer vor einem Koloss aus Metall. "Das ist eine alte Tiefdruckpresse", erklärt Tobias Holzinger, Kassenwart und Vereinsfotograf. Auch die Tiefdruckpresse soll in einem der Werkstatträume einen Platz bekommen, ebenso wie die Gerätschaften für den Siebdruck. Die Dunkelkammer, die man dafür aber auch für die Fotografen braucht, hat bereits schwarz gestrichene Wände. Der 40 Quadratmeter große Raum im Obergeschoss wird gerade als Tonstudio eingerichtet, im Erdgeschoss des Gebäudes, das im Jahr 1880 gebaut wurde,  soll ein großer Raum für Begegnungen und Ausstellungen, vielleicht auch ein kleines Café und ein Shop für Skater entstehen. "Das Besondere am Kollektiv ist ja auch, dass wir hier den Austausch von fast allen Genres haben", sagt Marie Kubitza, die Jugend- und Heimerzieherin wird, aber auch tätowiert und sich kreativ gerne ausprobiert, wie sie sagt.

Mitmachen kann jeder

Nicht alle Räume aber werden für alle nutzbar sein. Einige werden als Proben- oder Übungsräume vermietet. "Wir haben jetzt schon so viele Anfragen, dass wir noch ein Stockwerk draufsetzen könnten", sagt Tobias Holzinger. Der Verein braucht die Einnahmen, um die Miete für das Haus aufbringen zu können. "Wir suchen aber auch langfristig passive Fördermitglieder", sagt Jakob Arold. Wobei man sich immer auch über diejenigen freue, die eben zwischendurch mal 20 Euro spenden. Wie auch über die Unterstützung der Stadt oder Aktionen wie "Gut für die Ostalb".

Mitmachen könne bei Kollektiv K jeder, wie Maria Kubitza erklärt. Auch, wenn man kein Künstler, keine Künstlerin sei. "Jeder der Lust hat, was zu bewegen, ist willkommen", sagt sie. Das jüngste Vereinsmitglied sei 15 Jahre alt, das älteste 50.

Wer den Verein unterstützen möchte, kann das online unter www.kollektiv-k.net tun.

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