Das Zwischenmenschliche im Blick

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Birgit Enenkel

Birgit Enenkel ist seit sieben Monaten die Pflegerische Standortleiterin am Ostalb-Klinikum Aalen. Sie erzählt von neuen Ideen und einem demenzfreundlichen Projekt auf der Station 18.

Aalen

Von den Folgen der Pandemie lässt sie sich nicht unterkriegen. Im Gegenteil: Birgit Enenkel hat neue Ideen ans Ostalb-Klinikum Aalen mitgebracht. Seit 1. September ist sie dort Pflegerische Standortleiterin.

"Ich wurde von einem gut aufgestellten Team empfangen, so dass mir die Einarbeitung nicht schwergefallen ist" sagt Birgit Enenkel. Auch die allseits beherrschende Thematik "Covid-19", die ja alle bereits seit dem Frühjahr 2020 begleite, habe zu einem nahtlosen Übergang geführt. "Natürlich muss man in diesem Pandemiegeschehen aufpassen, dass der ‘normale Alltag' nicht verloren geht, andere, auch sehr wichtige Dinge nicht komplett untergehen." Enenkel nennt als Beispiele die Fort- und Weiterbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, "die trotz Pandemie-Bedingungen adäquate Begleitung und Ausbildung unserer Auszubildenden und die Weiterentwicklung unserer Berufsgruppe." Die Fort- und Weiterbildung sei auf neue Füße gestellt worden – mithilfe von Videokonferenzen.

Birgit Enenkel betont: "Nicht nur bei virtuellen Konferenzen, sondern auch im beruflichen Alltag ist es eine große Herausforderung, unter Einhaltung von Corona-Regeln mit dem Tragen von Masken und Abstandswahrung das Zwischenmenschliche nicht völlig außer Acht zu lassen." Umso wichtiger sei es, dass "in diesen, für alle herausfordernden Zeiten, auch andere Themen aufgegriffen und umgesetzt" werden. Innerhalb von knapp sechs bis sieben Wochen sei eine komplette Station saniert und renoviert worden.

Die Pflegerische Standortleiterin erläutert: "Unsere Station 18 wurde unter dem besonderen Aspekt ‘demenzfreundlich' eingerichtet und gestaltet. Das heißt, dass die Station zum Beispiel in den Nasszellen farblich klarer strukturiert wurde, sodass Patienten eine leichtere Orientierung haben. Darüber hinaus wurden an den Zimmertüren großflächige Zimmernummern angebracht. In den Zimmern und Fluren werden noch Bilder von regionalen Sehenswürdigkeiten beziehungsweise markante Punkte aus der Umgebung angebracht, sodass die Patienten beim ‘Spaziergang' auf der Station von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten gehen können, die sie dann hoffentlich wiedererkennen."

Wir müssen aufpassen, dass der normale Alltag nicht verloren geht.

Birgit Enenkel Pflegerische Standortleiterin

Die Sanierung sei in enger Absprache mit den Mitarbeitern vor Ort erfolgt, erklärt Enenkel. "Denn sie sollen sich ja mit ihrem Arbeitsplatz identifizieren können. Zur Verbesserung der Arbeitssituation wurde auch ein Arbeitsraum neugestaltet, sodass hier etwa in Ruhe Medikamente gerichtet werden können." In den kommenden Monaten sollten im Klinikum nun weitere Stationen saniert werden.

Was wünscht sich Birgit Enenkel für die nächsten Monate? Sie zählt auf: "Dass alle Mitarbeiter – interdisziplinär – ihre Motivation und ihr Engagement im manchmal doch auch sehr herausfordernden Alltag beibehalten." Enenkel hofft: Wenn das Pandemiegeschehen mal wieder unter Kontrolle sei, könnten wieder Lockerungen für Besuche von Patienten erfolgen. Und schließlich: "Dass wir jungen Menschen in Praktika, Bildungsmessen oder Schulbesuchen wieder persönlich zeigen können, wie toll ein Beruf im Gesundheitswesen ist und wir sie im persönlichen Austausch für einen zukunftsorientierten Beruf begeistern können."

Birgit Enenkel ist seit 1. September 2020 die Pflegerische Standortleiterin am Ostalb-Klinikum Aalen. Zuvor war sie Stellvertretende Pflegedirektorin im Christophsbad in Göppingen. Zu ihrer langjährigen Erfahrung im Gesundheitsbereich zählen zum Beispiel eine Ausbildung zur Krankenschwester, und ein Studium im Pflegemanagement.

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