Der Aalbäumle-Turm ist wieder offen

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Aalbäumle Aalen im Sommer
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Eine Stahlmanschette stabilisiert und schützt die marode Stütze vor weiterem Ameisenverbiss und Pilzbefall. Der 29 Jahre alte Aussichtsturm kann ab sofort wieder bestiegen werden.

Aalen

Die freudige Mitteilung der Aalener Stadtverwaltung kommt rechtzeitig zur Ferienzeit und Wandersaison: Nach einjähriger Sperrung ist der Aalbäumle-Turm wieder geöffnet. Heißt: Man kann endlich wieder die Stufen des 26 Meter hohen Aalener Aussichtsturms hinaufsteigen zur Plattform, die einen wunderbaren Rundblick über die sogenannte Aalener Bucht und über das Wellland bis hin zu den Kaiserbergen bietet.

Marode Stütze

Dass der Aalbäumle-Turm auf maroden Beinen steht, war bereits im Herbst 2019 bekanntgeworden. Rossameisen hatten sich in einen Turmpfeiler des Aalbäumles hineingefressen und auf sieben Metern Höhe den Durchmesser des Holzpfeilers zu einem Viertel bis einem Drittel ausgehöhlt. Ein Statiker indes hatte damals noch Entwarnung gegeben: Selbst wenn eine Stütze versage, könne der Turm noch fünf weitere Jahre stehenbleiben, ohne einzustürzen, hieß es damals. Der Stadt Aalen aber legte er ans Herz, nicht in eine Sanierung des Turms zu investieren, sondern gleich einen neuen zu bauen.

Ein Jahr später, im September 2020, wurde dann bekannt, dass besagte Stütze nicht nur unter bissigen Ameisen, sondern auch unter einem bösen Pilz leidet. Im Vorausblick auf mögliche Herbststürme hatte alsdann ein Gutachter die Sperrung des Turms empfohlen, zur Sicherheit.

Vorteil der Stahlmanschette

In diesem Frühjahr ging's dann an die Sanierungsarbeiten. Mit Hilfe einer Stahlmanschette wurde die stark geschädigte nord-westliche Stütze des Aussichtsturms stabilisiert. Laut Statiker kann damit der vor 29 Jahren aus Douglasienholz erbaute Turm für rund fünf Jahre weitergenutzt werden. Die eingebaute Stahlmanschette hat den Vorteil, dass kein weiterer Schädlingsbefall durch Ameisen oder Pilze die Statik der Holzkonstruktion gefährden kann.

Mit der Herstellung der neuen Stahlstütze war eine Schlosserwerkstatt beauftragt worden.

Die Sanierungsarbeiten blieben fast im Plan. Die Stadtverwaltung hatte ursprünglich mit einer Fertigstellung Ende Juli gerechnet. Nur zwei Wochen hat sich damit das Projekt verzögert.

Inzwischen sind auch die anrüchigen Dixi-Klos Geschichte auf dem beliebten Hausberg der Aalener. Seit Frühjahr steht der neue Toilettencontainer mit einer Fassade aus Holzlamellen. Zur Abwasserentsorgung wurde eine Zisterne eingebaut, eine weitere sammelt das Regenwasser. Photovoltaik wurde auf dem Dach des Kiosks installiert - denn Energie soll künftig die Sonne liefern. Und zwar so viel, dass in der Bewirtschaftungshütte erstmals Kühlschrank, Spülmaschine und Ofen damit versorgt werden können. Allerdings: Die Hütte ist immer noch ohne Wirt.

29 Jahre hat der Aussichtsturm auf dem Langert bereits auf dem Buckel. 1992 wurde er in seiner jetzigen Form gebaut.

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