Der Aalbäumle-Turm muss erneut „operiert“ werden

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Das Aalbäumle in der weißen Winterpracht.
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Gerade einmal ein Dreivierteljahr war der Turm nach der jüngsten Sanierung offen. Woran das Aalener Wahrzeichen diesmal „krankt“.

Aalen

Wie marode der 31 Jahre alte Aalbäumle-Turm ist und wie sehr seine Erneuerung drängt, zeigt sich aktuell: Gerade mal ein Dreivierteljahr war der Turm nach der jüngsten Sanierung offen. Jetzt muss er erneut „operiert“ werden.

„Die Firma Holzbau Vogel wird in der nächsten Woche, sofern die Witterung es zulässt, zwei Querhölzer am Turm austauschen“, informiert die städtische Pressesprecherin Karin Haisch auf Nachfrage. Für die Arbeiten muss der Turm dann voraussichtlich von Montag, 11. bis Freitag, 15. April gesperrt werden.

Eigentlich waren diese Reparaturarbeiten bereits für diese Woche angesetzt. Doch der unerwartet viele Schnee hat einen Strich durch diese Planung gemacht. „Um die Querhölzer auszutauschen, müssen wir mit einer 40-Meter-Hebebühne und einem Kran zum Aalbäumle hochfahren. Das war zumindest Anfang dieser Woche wegen Schnees nicht möglich“, teilt die Baufirma auf Anfrage mit.

Diesmal sind es laut Baufirma zwei Querriegel aus Douglasienholz, die ersetzt werden müssen, weil die Witterung und der Zahn der Zeit arg an ihnen genagt haben, so dass sie morsch geworden sind.

Der vorläufige Plan sieht vor, dass am kommenden Montag das Material aufs Aalbäumle hochgeliefert wird. Und von Dienstag bis Freitag soll's dann erneut an die „Operation Aalbäumle-Turm“ gehen.

Zuletzt musste das liebste Wahrzeichen der Aalener ein Dreivierteljahr, von Herbst 2020 bis Mitte August 2021 gesperrt werden. Damals war es eine der Längsstützen aus Douglasienholz, die äußerst marode war, weil sich Ameisen und Pilze ins Innere gefressen hatten. Mit Hilfe einer Stahlmanschette gelang es der Firma Glomm-Anthoni aus Fachsenfeld, diese nord-westliche Stütze des Aussichtsturms zu stabilisieren.

Das Ingenieurbüro Ohligschläger/Ribarek/Roll hatte diesen pragmatischen Lösungsvorschlag erarbeitet. Damit könne der 1991 erbaute Holzturm „problemlos“ für rund fünf Jahre weitergenutzt werden, hieß es damals.

Aber bereits bei den Haushaltsberatungen 2022 drängte Stadträtin Inge Birkhold (Zählgemeinschaft Birkhold/Traub), den Finanzierungsansatz für die Planung eines neuen Turms vorzuziehen. Sie berief sich dabei auf die statische Beurteilung des Turms, die eine maximale Nutzungsdauer bis 2024 ergeben habe. Daraufhin hatte OB Frederick Brütting zugesagt, den Planansatz für den neuen Turm auf das Jahr 2023 vorzuziehen.

Aktuell indes wurde innerhalb des Gemeinderats noch nicht darüber diskutiert, welche Ansprüche der neue Turm erfüllen soll. Bei den Haushaltsberatungen 2022 hatte der OB bekannt gegeben, dass die Stadtverwaltung Anfang 2023 dazu eine Arbeitsgruppe unter Beteiligung des Gemeinderats einrichten will.

Aalen und das Aalbäumle in der Winterpracht.
Aalen und das Aalbäumle in der Winterpracht.
Ungewöhnliche Perspektive des Aalbäumle. So sehen wahrscheinlich nur Gleitschirmflieger den Turm.
Die Aalener Bucht vom Hausberg aus betrachtet.
Das Aalbäumle in der weißen Winterpracht.

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