Der Besuch im Pflegeheim – nur mit einem Schnelltest

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Der aktuellen Corona-Verordnung zufolge ist das regelmäßige Testen in Pflegeheimen Pflicht. Wie die einzelnen Einrichtungen damit umgehen.

Aalen

Der Corona-Schnelltest gehört ab sofort zu den Besuchen in den Pflegeeinrichtungen dazu. Laut der neuesten Verordnung des Sozialministeriums in Baden-Württemberg müssen die Bewohner sowie die Besucher der Pflegeheime regelmäßig einen Antigen-Schnelltest machen. Erst wenn dieser negativ ist, dürfen Besucher sowie das Pflegepersonal zu den Bewohnern. Doch wie wird das in den einzelnen Pflegeeinrichtungen aufgenommen:

DRK–Pflegeeinrichtungen: In den Pflegeheimen Heimatwinkel, Schillerhöhe und Wiesengrund werden das Personal und die Bewohner bereits getestet. Insgesamt 19 350 Schnelltests stehen den DRK-Pflegeheimen dafür zur Verfügung. "Es steht in der Verordnung, dass das Personal alle drei Tage einen Test machen muss", erklärt Kreisgeschäftsführer des DRK, Matthias Wagner. Das Testen, übernimmt in dieser Zeit ein sogenanntes mobiles Team aus drei Mitarbeitern. "Diese testen das Pflegepersonal sowie die Bewohner", sagt Wagner weiter. Für die Getesteten entstehen dabei keine Kosten. Auch in den Heimen seien bereits mehrere Mitarbeiter unter ärztlicher Aufsicht geschult worden, die Tests durchzuführen.

Falls die Besucher bereits zuvor einen Corona-Test oder auch einen Antigen-Schnelltest gemacht haben, so darf dieser vor dem Besuch nicht älter als zwei Tage sein.

Stiftung Haus Lindenhof: Um eine umfassende Testung der Besucher und Mitarbeiter durchführen zu können, hat die Stiftung Haus Lindenhof früh angefangen, die Schnelltests einzukaufen. "Aktuell haben wir rund 37 000 Antigen-Schnelltests auf Lager", sagt die Pressesprecherin Katharina Stumpf.

So werden auch im Pflegeheim St. Elisabeth und in der Marienhöhe laut der aktuellen Corona-Verordnung die Mitarbeiter in der stationären Einrichtung drei Mal wöchentlich getestet, "die Mitarbeiter in den ambulanten Einrichtungen dagegen zwei Mal wöchentlich", erklärt Stumpf.

Auch hier ist eine "eigens dafür eingerichtet mobile Testgruppe" unterwegs, um die Bewohner und Besucher zu testen. "Wir testen bereits seit dem 11. Januar an festgelegten Tagen", sagt Stumpf weiter. Darüber hinaus sei dafür auch ein geschultes Pflegepersonal vor Ort. Ein sogenanntes Test-Team besteht hier aus zwei Personen:

So können pro Tag rund 120 Personen getestet werden.

Katharina Stumpf Pressesprecherin Stiftung Haus Lindenhof
  • Eine Pflegekraft, die die Abstriche entnimmt.
  • Ein weiterer Mitarbeiter ist für die Test-Dokumentation verantwortlich.

"So können pro Tag rund 120 Personen getestet werden", berichtet die Pressesprecherin. Für die Besucher gelten auch hier die gleichen Regeln wie beim DRK. Wenn sie einen negativen Corona-Test vorlegen, der nicht älter als 48 Stunden ist, sei das kein Problem. Wenn dies nicht der Fall ist, kann ein Termin bei der mobilen Testgruppe gemacht werden und dort getestet werden. Sowieso sei vor jedem Besuch eine telefonische Anmeldung nötig, "um eine besser Organisation zu erlangen."

Samariterstiftung: Auch hier stehen dem Personal "mehrere Tausend Schnelltests zur Verfügung", sagt Regionalleiter der Samariterstiftung Christoph Rohlik. Mitarbeitende werden auch hier seit Montag drei Mal wöchentlich getestet – vor oder nach Dienstbeginn, "die Besucher vor dem Betreten der Einrichtung", sagt Rohlik. Es sei denn, sie zeigen einen negativen Corona-Test vor, der nicht älter als zwei Tage ist. Außerdem ist eine vorherige Absprache nötig.

Für den Testvorgang hat auch die Samariterstiftung geschultes Personal. Auch ehemalige Mitarbeiter kommen zur Unterstützung", sagt der Regionalleiter weiter.

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