Der "Club del Mar" bleibt vorerst geschlossen

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Tanzen ohne Maske geht unter bestimmten Voraussetzungen wieder Die Aalener Clubs bleiben vorerst zu.
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Warum die Diskothek erst mal nicht öffnet und was eine Medizinerin zu den PCR-Test als Voraussetzung für den Club-Besuch sagt.

Aalen. Ohne Maske in die Clubs dürfen nun nicht nur Geimpfte und Genesene, sondern auch diejenigen, die einen negativen PCR-Test haben. Den kann man "problemlos" in ihrer Praxis durchführen lassen, so Dr. Sandra Esber-Schimmel. Wer einen PCR-Test braucht, der könne ohne Termin morgens zwischen 8 und 9 Uhr in ihrer Essinger Corona-Schwerpunktpraxis vorbeikommen. Der Test werde von verschiedenen Labors angeboten. Er koste zwischen 85 und 100 Euro. "In letzter Zeit wurden ja weniger Test durchgeführt, so dass es eigentlich kein Problem war, das Ergebnis bis spätestens am Nachmittag des Folgetages auf dem Handy zu haben", so die Medizinerin. Die einräumt, dass das dann aber ein "relativ teurer Discobesuch" sei und die Nachfrage sich für diesen Zweck bisher noch sehr in Grenzen halte.

Das könnte auch daran liegen, dass die Aalener Partygänger im Moment zumindest vor Ort gar keine Möglichkeit haben, im Club gemeinsam zu tanzen und zu feiern. "Vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen wollen wir noch bis Oktober abwarten, ob die aktuellen, unmittelbar nach der Verkündung bereits wieder abgeänderten Regelungen dann auch noch ihre Gültigkeit besitzen", erklärt Alexander Rupp vom Aalener "Club delMar" dazu. Oder ob beispielsweise bei einer Inzidenz von 400/600/800 nicht doch wieder in Rede stehe, die Regeln für Diskotheken erneut zu verschärfen. Zudem müssten nach aktuellem Stand die Mitarbeiter derzeit noch Masken tragen. Vielleicht werde dies zum Zeitpunkt der Wiedereröffnung noch harmonisiert. Wann die "Lola" ihre Pforten öffnet, ist nicht bekannt.

Anders als für den Besuch im Club sieht es beim geplanten Besuch in der Stammkneipe oder im Restaurant aus. Wer nicht geimpft ist oder genesen, der braucht nach der neuesten Corona-Verordnung des Landes lediglich einen Antigen Schnelltest. Auch den könne man in ihrer Praxis machen lassen, so Dr. Sandra Esber-Schimmel. Bisher kostenlos, soll sich das ab dem 11. Oktober ändern. Inwiefern die Tests auch für unter 18-Jährigen kostenfrei bleiben würden, nachdem die STIKO ihre Empfehlung geändert hat, sei wie "so vieles in diesen Tagen noch unklar". Die Tests mit Bescheinigung würden um die 20 Euro kosten. Dass man diese Tests brauchen wird, liegt auf der Hand. Der Herbst hat die Türe aufgestoßen, draußen sitzen und essen wird zunehmend ungemütlich. Auch deshalb überlege man beim DRK-Kreisverband, die zuletzt stark zurückgefahrenen Testkapazitäten wieder auszuweiten, so Kreisgeschäftsführer Matthias Wagner.

Nach dem aktuellen Stand muss jeder, der nicht geimpft oder genesen ist, sich früher oder später testen lassen, wenn er nicht zuhause bleiben will. "Lassen Sie sich impfen und alle Fragen um die Teste sind irrelevant", so Baden-Württembergs Gesundheitsminister Manne Lucha dazu vor ein paar Tagen zu den Kosten der Tests. Aus ihrer Sicht sollte es dagegen eine individuelle Entscheidung nach Abwägung aller Risiken sein, ob sich eine Person impfen lasse oder nicht", so Dr. Sandra Esber-Schimmel. Die Impfbereitschaft junger Erwachsener sei bereits in den letzten Wochen schon relativ hoch gewesen. Nicht so hoch wie bei hochbetagten stärker gefährdeten Patienten. Aber auch nicht so schlecht, wie diesen nachgesagt werde. "Ob es da der richtige Weg ist, die Jugendlichen mit PCR-Tests für den Disco-Besuch zu gängeln, erscheint mir äußerst fragwürdig", sagt sie.

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