Der erste Schnee bringt Chaos

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Herrlich, der Blick vom Ostalb-Skilift in Richtung Aalen.
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Verkehrsbehinderungen und Unfälle gab es am Dienstag im Kreis. Wie Polizei, Bauhof und Bahn mit dem ersten Schnee umgehen.

Aalen

Just am 1. Dezember sind sie in diesem Jahr erstmals vom Himmel gefallen – die ersten Schneeflocken. Während sich vor allem Kinder über die weiße Landschaft freuten, machten dagegen Schnee und Eisglätte Autofahrerinnen und Autofahrern zu schaffen.

Bereits am frühen Morgen herrschte Chaos auf den Straßen – und auch auf den Schienen.

Gegen 3 Uhr morgens waren in Aalen und drumherum die ersten Streufahrzeuge unterwegs, sagt Georg Fürst, Leiter des städtischen Bauhofs, auf Anfrage. Zu diesem Zeitpunkt wurden vor allem die Hauptstraßen und auch die Busstreifen vom Schnee befreit. "Diese wurden dann auch ununterbrochen geräumt, bis es aufgehört hat zu schneien", so Fürst. Anschließend kamen die Wohngebiete dran. "Durch den Wetterbericht hatten wir uns auf den Einsatz gut vorbereiten können."

Auf den Straßen krachte es mehrfach. "Menschen wurden zum Glück nicht erheblich verletzt. Es blieb bei leichten bis höheren Blechschäden", sagt Polizeisprecher Holger Bienert auf Anfrage. Etwa 30 Unfälle ereigneten sich insgesamt an diesem Tag in Aalen und in Ellwangen, wie die Polizei bilanziert. An den Steigungen nach Lauterburg, Waldhausen und Mutlangen blieben zeitweise Lastwagen hängen, die für zusätzliche Behinderungen sorgten.

Unfall auf der Bundesstraße 29

Zugausfälle gab es ganztägig auf den Intercity-Linien Stuttgart-Zürich und Karlsruhe-Nürnberg.

Eine DB-Sprecher

Starke Behinderungen ergaben sich laut Polizeimitteilung auf der B29. Auf Höhe Hüttlingen ereignete sich gegen 5.30 Uhr ein Unfall. "Ein 23-Jähriger war mit seinem Sattelzug in Richtung Westhausen unterwegs. Hierbei geriet der Auflieger ins Schleudern und auf die Gegenfahrspur. Dort kam es zum Zusammenstoß mit dem Wagen eines 42-Jährigen. Dieser kam dann nach rechts von der Fahrbahn ab", so die Polizei. Der 42-Jährige wurde leicht verletzt. Der Schaden: 20 000 Euro. Nicht nur im Straßenverkehr kam es zu Störungen, auch im Bahnverkehr gab es Ausfälle und Verspätungen.

Für Langlauf reicht's noch nicht

Bei Go-Ahead Baden-Württemberg führte der Schneefall zu Weichenstörungen, im Einzelfall waren auch eingefrorene Weichen festzustellen, sagt Pressesprecherin Daniela Birnbaum. "Diese Störungen sorgten für einige Ausfälle oder Verspätungen", fügt sie hinzu. Der Infrastrukturinhaber DB Netze betreue diese Störungen und sorge dafür, dass die Gleise vom Schnee befreit werden.

"Zugausfälle gab es heute ganztägig auf den Intercity-Linien Stuttgart-Zürich und Karlsruhe-Nürnberg", sagt ein DB-Sprecher. An diesen Linien liegen auch Schwäbisch Gmünd, Ellwangen und Aalen.

Der Schnee macht Lust auf Aktivitäten wie Ski-Langlauf. Doch jetzt sei dafür noch nicht die richtige Zeit, sagt Stephan Stütz von Rad und Sport Stütz, der die Loipen auf dem Härtsfeld pflegt. Jetzt benötige es noch etwas Schnee, bis er die Strecke spuren könne. "Außerdem gibt es auch noch keinen kompakten Untergrund", erklärt er. Man müsse jetzt abwarten, wie viel Schnee noch komme.

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