Der erste Sportkindergarten in Aalen ist fast fertig

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Bürgermeister Karl-Heinz Ehrmann, Kristina Abele, Dr. Christoph Morawitz , Manfred Pawlita von der Sportallianz, OB Thilo Rentschler, Dietmar King,, Karl-Heinz Vandrey und Erika Himml von der Sportallianz und Architekt Jürgen Heberling (v.l.) beim Richtfest.
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Die Aalener Sportallianz übernimmt die Trägerschaft für den Kindergarten Wirbelwind. Was dieses außergewöhnliche Projekt ausmacht.

Aalen

Lange soll es nicht mehr dauern, bis 55 Kinder in drei Gruppen ihren neuen Kindergarten „Wirbelwind“ in Beschlag nehmen dürfen. Der 13. September ist als Starttermin für's Spielen, Toben, Lernen und vor allem Bewegen angepeilt. Der Kindergarten Wirbelwind ist ein Sport- und Bewegungskindergarten unter der Trägerschaft der Aalener Sportallianz. Und in dieser Form der einzige seiner Art östlich von Stuttgart.

Aber was genau zeichnet einen derartigen Kindergarten aus? „An jedem Tag gibt es mindestens 60 Minuten angeleitete Bewegung“, erklärt Dietmar King, Vorsitzender der Allianz. Diese sei altersgemäß auf die Mädchen und Jungen angepasst. Diese Stunde des täglichen Sports ist Pflicht. Denn sonst ist die Einrichtung kein Sport- und Bewegungskindergarten mehr. Das wird auch kontrolliert. „Jede Gruppe führt ein Bewegungstagebuch“, sagt Carl-Michael Bundschuh, Leiter des Motorikzentrums des Gmünder Instituts St. Loreto. Die täglichen Bewegungseinheiten werden von speziell geschulten Betreuerinnen und Betreuern abgehalten. „Sie brauchen eine Zusatzqualifikation“, erklärt Bundschuh.

Eltern, die ihren Nachwuchs in den Kindergarten Wirbelwind schicken, müssen allerdings nicht befürchten, dass ihre Kinder täglich Hochleistungen erbringen müssen. „Der Körper kann besser lernen mit Bewegung“, erklärt Bundschuh. Gerade im Kindergartenalter, wo es noch um Dinge wie „wo ist links, wo ist rechts“ geht, könne das helfen.

Dennoch sollen bewährte Konzepte wie Rhythmik und Gesang nicht fehlen. Die Kinder sollen außerdem die Möglichkeit haben, in verschiedene Sportarten reinzuschnuppern. „Wir werden Kooperationen mit verschiedenen Abteilungen haben“, sagt Leiterin Kristina Abele und nennt die Schwimmschule sowie die Kindersportschule als Beispiele. Auch vom Sportplatz vor der Tür sowie dem nahe gelegenen Wald wolle man profitieren.

Beim Richtfest zeigt sich OB Thilo Rentschler erfreut über den Kindergarten. „Es ist ein einmaliges Angebot“, und „ein richtig tolles Konzept“. Gefördert wird der Kindergarten von der Stadt mit 1,5 Millionen Euro. Zudem mit einer Pauschale von 3500 bis 4000 Euro pro Gruppe.

Für Rentschler „eine annähernd 100-Prozent-Förderung“. Auch die Kreissparkasse Ostalb, vor Ort vertreten von Dr. Christoph Morawitz, half bei der Finanzierung. Im Sinne des alten Brauchs gab es eine Ansprache und das Zerschmettern eines Glases von den Handwerkern der Zimmerei Frey aus Heubach und der Firma Hans Fuchs.

Der Sportkindergarten auf einen Blick

„Ein wichtiger Meilenstein“ und „ein Alleinstellungsmerkmal im weiten Umland“ ist der Kindergarten für die Aalener Sportallianz. Baustart für das Millionenprojekt war im vergangenen November.

Als Träger möchte die Sportallianz die Kinder „für ein lebenslanges, universelles Bewegen und Sporttreiben begeistern“. Unterstützt wurde das Projekt unter anderem durch die Stadt Aalen sowie Fördermittel vom Land Baden-Württemberg und dem Bund.

55 Kinder in drei Gruppen sollen ab 13. September im neuen Kindergarten im Stadionweg spielen und toben.

An jedem Tag gibt es mindestens 60 Minuten angeleitete Bewegung.“

Dietmar King, Vorstand Aalener Sportallianz
So soll der fertige Sportkindergarten aussehen. Viel fehlt nicht mehr, bis die Kinder loslegen können. Illustrationen: Aalener Sportallianz

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