Deutlich mehr Infizierte in Aalen

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Aalen hat mittlerweile die rote Laterne bei den Infizierten. Kindergarten in Wasseralfingen betroffen.

Aalen. Innerhalb weniger Tage sind in Aalen die Coronazahlen sehr stark angestiegen. Vor einer Woche, am Dienstag, waren 24 Fälle gemeldet. Am Freitag waren es bereits 42 Fälle. Jetzt, am Dienstag, meldet das Landratsamt 82 Fälle – im Vergleich dazu: In Gmünd sind die Zahlen gesunken. Wie kommt's? Ein Großereignis, einen zentralen Auslöser scheint es nicht zu geben. Es gab "kein punktuelles Ereignis", heißt es aus dem Landratsamt dazu. Vielmehr rührten die Zahlen "aus vielen Einzelfällen aus allen Lebensbereichen". Es gebe ein Infektionsgeschehen an Schulen, in Kindergärten, in Familien, auch ein Pflegeheim wird genannt, aber nicht näher benannt. Zu bedenken sei aber, "dass Infektionsgeschehen bei Personen unterschiedlichen Alters vorkommen, die alle auf unterschiedliche Weise am gesellschaftlichen Leben teilnehmen und hierdurch Folgefälle bei Kontaktpersonen entstehen können", wie es aus dem Stab von Landrat Dr. Joachim Bläse heißt.

Kindergarten in Wasseralfingen

Konkret bekannt gegeben wurde vom Landratsamt am Dienstag lediglich, dass am katholischen Kindergarten in Wasseralfingen eine Erzieherin positiv getestet wurde. In der Folge seien 37 Kinder und sieben Erzieherinnen und Erzieher in häuslicher Quarantäne.

Im Rathaus sieht man im Vergleich zu anderen Städten und Gemeinden keine Sondersituation in Aalen. "Wir sind in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt, sodass bei Bedarf schnell gehandelt werden kann", erklärt Stadtsprecherin Karin Haisch. Der stadtinterne Koordinierungskreis unter Vorsitz von Oberbürgermeister Thilo Rentschler werde die Lage "laufend beobachten und beurteilen, um, falls notwendig, entsprechende Schritte einzuleiten". Ein besonderes Augenmerk gelte "sicherlich" dem Ergebnis des für Mittwoch angesetzten Treffens der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidenten der Länder.

Appell an die Bürgerschaft

"Grundsätzlich appellieren wir an alle Bürgerinnen und Bürger, sich an die bekannten Hygiene- und Abstandsregeln zu halten und wo immer notwendig eine Mund- und Nasenbedeckung zu tragen", sagt Karin Haisch. Zudem werde auch empfohlen, "auf nicht unbedingt notwendige Reisen zu verzichten und Kontakte möglichst einzuschränken".

jad/jhs

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