Nachruf

Die ehemalige Stadträtin Gisela Aißlinger-Hegele ist gestorben

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Gisela Aisslinger-Hegele

Die frühere Gemeinderätin ist im Alter von 86 Jahren verstorben.

Aalen. Kurz nach ihrem 86. Geburtstag ist die frühere Stadträtin Gisela Aißlinger-Hegele im Senioren- und Pflegeheim St. Elisabeth auf dem Grauleshof am 21. Januar friedlich eingeschlafen.

Gisela Aißlinger-Hegele war die Tochter eines Danziger Beamten. Die Familie mit zehn Kindern musste 1945 ohne diesen flüchten. Über Stettin ging es nach Schleswig-Holstein, 1951 wurde die Familie nach Rottweil umgesiedelt.

Mit der Mittleren Reife begann Gisela bei der Bundespost und heiratete am 1. September 1959 den Bäckermeister Albert Aißlinger aus Aalen und war fortan im Laden von „Aißlingers Brotstadel“ und auch in der Backstube gefordert. Die Schwangerschaften mit den Kindern Uli, Birgit und Frank änderten daran nichts. Ihr Mann Albert unterstützte sie dabei bis zu seinem Tod 1984.

Mit dem Beginn ihrer kommunalpolitischen Arbeit im Gemeinderat der Stadt Aalen im September 1980 (bis Dezember 1999) fühlte sich Gisela Aißlinger entsprechend ihrer Interessen wertgeschätzt. Wenn sie aus ihrem Leben erzählte, wurde immer auch ihre Freude über die Arbeit als Stadträtin mit dem damaligen OB Uli Pfeifle, Kollegin Elke Boelke und dem CDU-Fraktionsvorsitzenden Hans Birkhold deutlich. Mit der Freiwilligen Feuerwehr fühlte sie sich bis zum Schluss verbunden.

Von 1988 bis 1992 war die Verstorbene in zweiter Ehe mit Altbürgermeister Anton Hegele aus Neresheim verheiratet. Das verband sie bis zum Schluss mit der Stadt Neresheim. Zusammen mit ihrem Mann kam sie Ende der 80er Jahre in die Runde der Altbürgermeister. Sie blieb auch nach seinem Tod aktives Mitglied. So lange es ihre Gesundheit zuließ, war sie bei den Treffen dabei, bis es 2019 nicht mehr möglich war.

Nach Umzügen von Unterkochen zurück in den „Brotstadel“ und dann in eine betreute Wohnung, freute sie sich auf einen selbstbestimmten Lebensabend, musste sich aber nach einem Sturz im Mai 2020 der Pflege und Betreuung im Seniorenheim St. Elisabeth anvertrauen.

Dort wurde sie, so die Angehörigen, einfühlsam versorgt, bis sie in der Nacht auf den 21. Januar friedlich eingeschlafen ist.

Gisela Aisslinger-Hegele

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