Die Festivalmacher planen schon

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Zwei Musikfeste sind für den Sommer in Planung. Sowohl der Verein Kunterbunt als auch die Kulturfreunde Galgenberg sind zuversichtlich.

Aalen

Die Luft ist auf keinen Fall raus", sagt Ingo Hug. Hug ist künstlerischer Leiter des Aalener Jazzfestes und die Luft, die er noch hat, atmet er in dieses Projekt. Denn auch in diesem Jahr will der Verein Kunterbunt in den Aalener Stadtgarten laden. Trotz Pandemie, trotz Hygieneauflagen Livemusik bieten. Am Freitag, 2. Juli, und am Samstag, 3. Juli, sollen dort zwei Künstler bei einem kleinen Jazzfest auf der Bühne stehen, die auch international bekannt sind. Milow und Marla Glen. Beide hätten schon beim Jazzfest 2020 spielen sollen, doch das musste abgesagt werden. Dafür gab es einen Livestream.

Bereits im Sommer hatten Kunterbunt und der Verein der Kulturfreunde Galgenberg im Stadtgarten gezeigt: "We will survive." Das Festival wurde gemeinsam aus der Taufe gehoben, diesmal werden die Kulturfreunde Galgenberg Kunterbunt zwar logistisch zur Seiten stehen, planen aber ihr eigenes Festival auf dem Gaskessel-Areal für August. "Der Platz ist gesetzt", sagt Vereinsvorsitzender Michael "Flex" Flechsler. "Wenn es eine 500er-Lösung gibt, dann werden wir das schon machen." Will heißen, 500 Menschen sollten schon kommen dürfen.

Man habe natürlich jetzt eine andere Situation als im vergangen Jahr aufgrund der Mutanten, sei im Sommer aber auch weiter in der Pandemiebekämpfung, so Flechsler. Die Bands, die auf dem Gaskesselareal spielen werden, sind aber die, die es schon im letzten Jahr hätten sein sollen – bei der 20. Auflage des Festivals, also einem Jubiläum. Das nun nachgefeiert werden soll. Am Freitag, 6. August, mit einem Auftritt des Vereinsorchesters mit einem Best-of-Programm.

Es muss schon ein Konzerterlebnis möglich sein.

Michael Flechsler Kulturfreunde Galgenberg

"Das macht Matthias Kehrle schon fertig, damit wir trainieren können. Dann können wir auch kurzfristig reagieren", erklärt der Vereinsvorsitzende. Tags darauf, am Samstag, 7. August, sollen dann I-Fire, eine Hamburger Reggae-und Dancehall-Band, der Amadeus-Award-Gewinner Norbert Schneider aus Wien mit Band und Riders Connection aus Berlin die Bühne auf dem ehemaligen Gaskessel-Areal rocken. Alle Bands seien gebucht, man habe diese schon im letzten Jahr für 2021 gesichert, sagt Flechsler. "Die bekommen einen Pauschalaufschlag von 500 Euro, weil die so lange warten."

Eine Voraussetzung habe der Verein sich aber gesetzt: "Wenn die Leute alle ihre Masken auch im Sitzen aufhaben müssen, machen wir das nicht", so Flechsler. "Es muss schon ein Konzerterlebnis möglich sein."

Auf das setzt auch Ingo Hug für den Stadtgarten. Man rechne mit 500 Gästen, aber "die müssen auch erst mal kommen", sagt er. Aufgrund der Anforderungen und der Hygieneauflagen sei mit dem Festival sicher kein Geld zu verdienen. Trotzdem plane man.

Aufhören ist keine Lösung. Wir müssen weiterleben.

Ingo Hug Aalener Jazzfest

"Hoffen wir mal, dass das Wetter nicht so bescheiden wird, wie im vergangenen Jahr, als es so viel geregnet hat."

Ein Hygienekonzept liege vor, ob dann vor Ort getestet werde oder es besondere Regelungen für Geimpfte gebe, müsse man dann sehen, so Ingo Hug. "Die Leute testen sich sicher nicht vor Ort, wenn dann müssten schon wir das machen", sagt. Hug. Der Verein gehe davon aus, dass er was machen kann, auch wenn im Moment gar nichts möglich sei: "Aufzuhören ist keine Lösung. Wir müssen weiterleben."

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