Die Forschung an der Aalener Hochschule vorantreiben

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Prof. Dr. Nicole Stricker in ihrem neuen Wirkungsfeld, dem Industrie 4.0-Labor an der Hochschule Aalen.

Prof. Dr. Nicole Stricker forscht und lehrt an der Schnittstelle Technik und Wirtschaft an der Hochschule. Welche konkrete Ziele die gebürtige Aalenerin hat.

Aalen

Neben der Lehre möchte die neu berufene Professorin Dr. Nicole Stricker im Studienbereich Wirtschaftsingenieurwesen auch die Forschung im Industrie 4.0 – Labor der Hochschule Aalen vorantreiben. Dabei fokussiert sie sich auf aktuelle Themen der Produktionstechnik wie beispielsweise Industrie 4.0, autonome Produktionsplanung, robuste Produktionssysteme sowie intelligente Systeme. Im Industrie-4.0-Labor möchte sie hierfür zunächst die intelligente Simulation des Produktionsablaufs verankern.

Die gebürtige Aalenerin studierte Wirtschaftsingenieurwesen am Karlsruher Institut für Technologie (KIT), wo sie auch promovierte und als Wissenschaftlerin arbeitete. Das Studium war für Prof. Dr. Nicole Stricker ein besonderer Lebensabschnitt, an den sie gern zurückdenkt: „Freundschaften aus der Studentenzeit halten oft ein Leben lang. Man sollte das Studium daher nicht nur als Kompetenzerweiterung für den Beruf sehen, sondern auch die Möglichkeit nutzen, ein persönliches Netzwerk aufzubauen.“ Das möchte sie ihren Studierenden ebenso vermitteln wie auch den berühmten „Blick über den Tellerrand“ zu wagen und während eines Auslandssemesters internationale Luft zu schnuppern.

Stricker war selbst während ihres Studiums und ihrer Promotion für mehrere Forschungsaufenthalte unter anderem in China, Ungarn und in den USA. Die Vielfalt dieser Länder hat sie dabei besonders beeindruckt: „Jede Kultur ist einzigartig. England ist viel weniger verregnet als gedacht“, erzählt die 35-Jährige. Einen Einblick in andere Denk-, Lebens- und Arbeitsweisen zu bekommen, sei bereichernd.

Nach ihrer Promotion arbeitete die Wirtschaftsingenieurin in der Industrieberatung und als Oberingenieurin in der Produktionssystemplanung am KIT. Im Rahmen ihres Industry Fellowship mit der Robert Bosch GmbH konnte Stricker zudem ihre Forschungskompetenz erproben und verbessern. „Das ist das Schöne an meinem Forschungsgebiet – es ist praxisrelevant und ich kann mich mit den drängenden Fragen der Industrie beschäftigen“, sagt die junge Professorin.

„Deutschland ist ein Macherland. Hier wird viel produziert, und daher ist es mir sehr wichtig, mittendrin statt nur dabei zu sein“, erklärt Stricker. Das gelte vor allem für jene Bereiche der Produktion, wo enorme Chancen durch Anwendung künstlicher Intelligenz (KI) entstünden und wo sie Anknüpfungspunkte in der Forschung mit dem Industrie 4.0-Labor der Hochschule sehe.

Dass sie jetzt an der Hochschule Aalen lehren und forschen kann, freut die junge Wissenschaftlerin: „Ich bin gespannt auf die neuen Entwicklungen in Aalen und darauf, die Hochschule näher kennenzulernen.“ Ihre Freizeit verbringt Stricker gerne mit ihrer Familie; sie spielt leidenschaftlich Saxofon und ist eine ambitionierte Amateurin im Geräteturnen. „Beim Kunstturnen sind meine Ziele aber nicht ganz so hochgesteckt wie in meiner Forschung“, sagt sie. Ein weiteres Ziel hat sie da schon im Auge: Für die Zukunft wünscht sie sich ein eigenes kleines Forschungsteam an der Hochschule.

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