Die ganze Welt in St. Franziskus

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Beim Rundgang informiert Leiterin Katrin Frei (r.) die Gäste über das Konzept des Kinder- und Familienzentrums auf der Heide.
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Wie das generalsanierte und erweiterte katholische Kinder- und Familienzentrum auf der Heide in Aalen seiner Bestimmung übergeben wird und was dort wichtig ist.

Aalen

Das Kinder- und Familienzentrum St. Franziskus auf der Heide ist am Mittwoch feierlich wiedereröffnet worden. Für die innerhalb eines Jahres generalsanierte und um einen Neubau erweiterte Kita gab es viel Lob und den geistlichen Segen von Pfarrer Wolfgang Sedlmeier. Nach der Umgestaltung gibt es nun in St. Franziskus "Bildungsbereiche" statt Gruppenräume und die Welt mit ihren Kontinenten. Auf diesen "findet" man – etwa in Asien – das "Sprachlädle und in Europa das Bistro. Statt einer Halle trifft man sich auf den Weltmeeren. Das alles soll der Integration dienen.

Eigentlich nehmen Kinder "ihre" neu gestaltete Kita mit großem "Hallo" in Beschlag. Die Erwachsenen reden, die Kinder singen. Doch in Zeiten der Corona-Pandemie ist manches anders. Auch an diesem Tag. Kinder und Eltern fehlen. Dennoch gibt es einen musikalischen Auftakt, ehe Pfarrer Wolfgang Sedlmeier die Bedeutung des katholischen Kinder- und Familienzentrums St. Franziskus hervorhebt.

Der Theologe spricht davon, dass das Auseinanderbrechen der Gesellschaft – sozial, politisch, kulturell und sprachlich – ein wichtiges Thema sei. Damit spielt der Vertreter der katholischen Kirche als Träger auf die Funktion des Kinder- und Familienzentrums St. Franziskus an. Es gelte, die Gesellschaft zu stärken und zusammenzuführen. "St. Franziskus ist unser Beitrag, um die Spaltung der Gesellschaft zu verhindern – im Schnittpunkt von Heide, Rötenberg und Hirschbach mit einer pluralistischen Gesellschaft."

An diesem Ort gehe es nicht nur darum, Kinder zu erziehen, sondern um Kommunikation und Stärkung und darum, die gesamte Familie einzubeziehen. Eltern Hilfestellung und für diesen Sozialraum passgenaue Lösungen zu bieten, wenn es Probleme gibt, so Wolfgang Sedlmeier.

Oberbürgermeister Thilo Rentschler erinnert an den "großen Bahnhof" vor anderthalb Jahren. Im April 2019 hat das Land die katholische Kita St. Franziskus – als eine von 103 in ganz Baden-Württemberg – als Kinder- und Familienzentrum ausgezeichnet und mit entsprechenden Fördermitteln bedacht. "Das zeigt, welch wichtige Kindergartenarbeit hier geleistet wird – seit 1964", so der OB. Das langfristige Ziel sei, in jedem Stadtviertel Nachahmer zu finden. In St. Franziskus sei jetzt alles neu und modern. "Die 1,3 Millionen Euro sind vernünftig investiertes Geld", sagt Rentschler in Bezug auf den städtischen Anteil zur Finanzierung. Er lobt die freien Träger, wie die Kirchen, die gesellschaftlich wichtige Aufgaben übernehmen.

St. Franziskus ist unser Beitrag, um die Spaltung der Gesellschaft zu verhindern.

Wolfgang Sedlmeier Pfarrer

Architektin Tanja Diemer blickt zurück auf den Beginn mit einem baulichen Konzept, der konkreten Planung bis hin zur Realisierung und Fertigstellung des Anbaus und der Sanierung des bestehenden Gebäudes. Ziel sei es immer gewesen, die Räume so anzuordnen und zu gestalten, um "Platz für Kommunikation zu schaffen".

Lob und Dank zollen auch Kirchenpfleger Jochen Breitweg, die katholische Kindergartenbeauftragte Claudia Fröhlich und Einrichtungsleiterin Katrin Frei.

Den Liedpart zu Beginn haben Claudia Fröhlich, Monika Huber, Jochen Breitweg und Martin Kronberger mit "Jesus Christ you are my life" übernommen.

Wissenswertes zu St. Franziskus

Kinder- und Familienzentren beraten, bilden und fördern Eltern und Kinder, sollen Anlaufstelle sein und sozialer Treffpunkt für Familien und die Nachbarschaft, sollen wichtige Integrationsarbeit leisten und zur Entwicklung des Stadtteils beitragen. St. Franziskus ist, laut OB Thilo Rentschler, eines von 103 Zentren in ganz Baden-Württemberg. Im Ostalbkreis gibt es insgesamt drei Kinder- und Familienzentren; zwei davon befinden sich in Aalen, beide in katholischer Trägerschaft. aki

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