Die Grünen feiern 40. Geburtstag

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Bürgerinnen und Bürger und Politikerinnen und Politiker feiern gemeinsam mit der Partei im Hof der Löwenbrauerei.

Aalen

Die Grünen sind da", titelte die Schwäbische Post am 10. Dezember 1979, als in Aalen der Kreisverband mit 20 Mitgliedern gegründet wurde. Wenig später nahm der Stadtverband Aalen seine Arbeit auf, der inzwischen knapp 100 Mitglieder zählt.

Zum Anlass des 40-jährigen Bestehens hat der Stadtverband zum Geburtstagsfest in den Hof der Löwenbrauerei eingeladen – coronagerecht an der frischen Luft bei Snacks, Getränken und musikalischer Unterhaltung der Band "Unterbrechersyndikat".

Ulrike Richter und Ulrich Klauck, die Doppelspitze des Stadtverbands, begrüßten zahlreiche Gäste aus der Aalener Bürgerschaft und Politprominenz von Bund und Land. Wie Margit Stumpp. Die Bundestagsabgeordnete erinnerte in ihrem Grußwort an die Gründungszeit der Grünen mit NATO-Doppelbeschluss und Menschenketten. Auch heute gingen die jungen Leute auf die Straße, sagte Stumpp und lobte das Engagement der Fridays-for-Future-Bewegung. "Was wir brauchen, ist die Breite der Gesellschaft, damit wir Veränderungen auf den Weg bringen können", forderte sie.

Die Zeiten, als man die Grünen belächelte, seien vorbei, sagte Martin Grath, Mitglied des Landtags. "Grün tut Baden-Württemberg unglaublich gut. Wir haben ein Klimaschutzgesetz, das sich sehen lassen kann", so Grath.

Heizpilze einsetzen?

Grün tut Baden-Württemberg gut.

Martin Grath Mitglied des Landtags

Um die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie ging es in der von Ulrich Klauck moderierten Podiumsdiskussion. Margit Stumpp beklagte die schwierige Lage der Medien- und Kulturwirtschaft. Die Hilfen wirkten nicht, stellte sie fest. Andere Erfahrungen hat Alexander Asbrock, der grüne Kandidat für die Landtagswahl, gemacht. Die Mittel vom Land seien schnell und unkompliziert geflossen, erklärte der Gastronom. Außerdem sei der Sommer gut für die Außenbewirtschaftung gewesen. Doch wie geht es im Herbst weiter? Heizpilze: ja oder nein? Er sei gegen Heizpilze, setze stattdessen auf Raumlufthochleistungsfilter, sagte Asbrock.

Was hat die Hochschule Aalen aus der Pandemie gelernt? "Wir haben gelernt, wie wichtig Präsenz ist", antwortete Rektor Professor Dr. Gerhard Schneider. Vorher habe man gedacht, Lehrinhalte kann man online hochladen. "Doch Studium ist mehr: Es ist Kommunikation, Teamarbeit und Austausch."

Danach ging's um die Digitalisierung an Schulen – wird das Geld ausreichen, um nötige Maßnahmen zu finanzieren? Da die Kommunen für die Ausstattung der Schulen zuständig sind, werde das Geld nicht ausreichen, sagte Margit Stumpp, denn durch fehlende Steuereinnahmen brächen die Finanzen in den nächsten Jahren ein. "Der Bund soll zweckgebundenes Geld fließen lassen", schlug sie vor.

Das Thema Zukunft stand im Mittelpunkt einer weiteren Diskussion mit dem ehemaligen SchwäPo-Chefredakteur Dr. Rainer Wiese und Melanie Kraus, Zweitkandidatin für die Landtagswahl, sowie Jana Schlipf von der Grünen Jugend.

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