Aalener OB-Wahl: Bewerbungsfrist zu Ende – das sind die Kandidaten

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Wer sind die Menschen, die für die OB-Wahl in Aalen kandidieren – und wofür stehen sie?

Sechs Männer und eine Frau sind es, die derzeit öffentlich für das Amt des Oberbürgermeisteramts kandidieren. Und die erste Hürde haben sie bereits geschafft. Denn wer sich bewirbt, muss verschiedene Voraussetzungen erfüllen: Etwa, zwischen 26 und 67 Jahren alt zu sein, oder keine Vorstrafen zu haben.

Nun ist die Bewerbungsfrist vorbei. Was aber nicht heißt, dass nicht noch einmal neue Kandidatinnen oder Kandidaten dazukommen könnten. Denn bisher sind nur die Bewerber bekannt, die einer öffentlichen Kandidatur zugestimmt haben. Am Mittwoch, 9. Juni, sollen aber alle Kandidaten bekanntgegeben werden. Und am Sonntag, 4. Juli, findet dann die Wahl statt. Der scheidende OB Thilo Rentschler wird nach Ende seiner Amtszeit am 30. September neuer Hauptgeschäftsführer der IHK Ostwürttemberg.

Frederick Brütting (37), Jurist und Bürgermeister aus Heubach:

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Seit 2011 ist Frederick Brütting Bürgermeister der Stadt Heubach. Dort lebt der studierte Jurist mit seinem Sohn und seiner Frau. Er gab seine Bewerbung als erster aller Kandidaten ab und wird von der SPD unterstützt. Sollte er als Oberbürgermeister gewählt werden, will er laut eigenen Angaben aber nach Aalen ziehen, wo er in der Vergangenheit bereits als Stadtrat aktiv war. Sein Motto: „Das Alte muss nicht immer verschwinden, damit Neues entstehen kann.“ Auf seiner Agenda steht demnach etwa, leerstehende Läden in Aalen wieder mit Leben zu füllen oder den Rathausplatz „endlich ordentlich“ zu machen. Außerdem will er sich dafür einsetzen, Aalen klimafreundliche und sozial zu gestalten. 

Ronny Enßlin (46), Caritasmitarbeiter aus Aalen:

Ronny Enßlin

Ronny Enßlin ist alleinerziehender Vater einer sechsjährigen Tochter und arbeitet bei der Caritas. Bei seiner Arbeit kümmert er sich unter anderem um Haushaltsauflösungen. Er will ein Bürgermeister für alle sein — auch für die, die es schwer haben, wie er betont. Er vertritt die Auffassung, dass jeder, der möchte, arbeiten kann, aber nicht muss. Enßlin setzt sich zudem für ein bedingungsloses Grundeinkommen ein.

Matthias Müller (54), Angestellter beim Gemeindevollzugsdienst aus Aalen:

Matthias Müller

Matthias Müller ist in Aalen geboren, dort lebt er gemeinsam mit seiner Frau in einer Patchworkfamilie. Er selbst gibt zu, bislang keine politische Erfahrung zu haben, sei aber Teil des Mittelstands. Durch seine Arbeit im Gemeindevollzugsdienst kenne er die Sorgen und Nöte der Menschen in Aalen besonders gut.

Marcus Waidmann (54), Selbstständiger aus Aalen:

OB-Kandidat und AfD-Mann Marcus Waidmann.

Marcus Waidmann ist in Aalen geboren und aufgewachsen, mit seiner Lebensgefährtin hat er drei Kinder. Seit 2019 sitzt er für die AfD im Aalener Gemeinderat. Wichtig sei ihm die Mitbestimmung der Bürgerschaft bei zukunftsweisenden Entscheidungen. Für Projekte wie das Kombibad oder das Stadtoval wünsche er sich etwa Beteiligungsmöglichkeiten wie Bürgerentscheide. Angesichts der Coronapandemie fordert er eine „schnellstmögliche Rückkehr zur Normalität“. Insgesamt möchte er den innerstädtischen Handel, genauso wie das Vereinsleben, stärken. 

Stefan Schmidt (54), Gastronom aus Alfdorf:

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Stefan Schmidt betreibt gemeinsam mit seiner Frau ein Restaurant in Alfdorf. Ganz oben auf seiner Agenda stehen eigenen Angaben nach zufolge die Kritik rund um die Corona-Maßnahmen. Damit machte er sich bereits in der Vergangenheit einen Namen in der Region. In Schwäbisch Gmünd meldete er bereits mehrfach die sogenannten „Marktplatz-Demos“ gegen Corona-Maßnahmen an

Albert Seitzer (67), pensionierter Handelsschulrat aus Schwäbisch Gmünd:

Archivbild: Albert Seitzer.

Albert Seitzer machte mit mehreren Kandidaturen im Umland bereits auf sich aufmerksam. 2020 kam Seitzer bei der der Bürgermeisterwahl in Lorch auf 0,7 Prozent. Auch für das Oberbürgermeisteramt in Stuttgart 2012 und fünf Jahre später in Schwäbisch Gmünd wollte er kandidieren, erhielt aber damals nicht die nötigen Unterstützerstimmen. Bei Bürgermeisterwahlen in Mögglingen und Täferrot scheiterte er ebenfalls.

Catherine Rommel (56), Kommunalberaterin aus Stuttgart:

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Catherine Rommel ist Enkelin von Erwin Rommel, dem „Wüstenfuchs“, und Tochter Manfred Rommels, dem ehemaligen Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Stuttgart. Dort, in Stuttgart-Sillenbuch, ist die Mutter zweier erwachsener Kinder auch als Bezirksrätin aktiv. Von ihrem Vater hat sie, wie sie selbst sagt, viel gelernt und die Werte „weltoffen, liberal, tolerant“ durch ihn verinnerlicht. Auch wenn sie die Unterstützung der CDU hat, wolle sie keine „Parteisoldatin“ sein. Sollte sie Aalens neue OB werden, möchte sie Innenstadt und Teilorte nach der Coronapandemie wiederbeleben. Die Stärkung von Wirtschaft, Bildung und Betreuung stehen ebenfalls auf dem Plan.

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