Die Landtagswahl im Ostalbkreis – eine Analyse der Besonderheiten

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Martina Häusler (Grüne) im Wahlkreis Gmünd und Franz Josef Grill (Freie Wähler) im Wahlkreis Aalen sind die großen Gewinner dieser Landtagswahl. Doch wie sieht es auf der kreisweiten Gemeindeebene aus? Das zeigt unsere Betrachtung im Detail.
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Ein Vergleich der Wahlen 2016 und 2021 auf Kreisebene mit Auffälligkeiten – welche Partei verlor wo am meisten? Wo war die Wahlbeteiligung besonders gut oder schlecht?

Aalen

Eine Enttäuschung ist bei dieser Wahl die Wahlbeteiligung. Im Wahlkreis Gmünd fiel sie um 7,6 Prozent niedriger aus im Vergleich zur letzten Landtagswahl und im Wahlkreis Aalen um sieben Prozent. Auf Gemeindeebene bilden Durlangen mit minus 14,9 und Waldstetten mit minus 19,8 Prozent die Schlusslichter. Dennoch rangiert Waldstetten mit 74 Prozent immer noch auf Rang zwei hinter Neuler mit 74,2 Prozent mit der höchsten Wahlbeteiligung im Ostalbkreis.

Durlangen ist die Gemeinde im Ostalbkreis, wo die FDP ihren zweitgrößten Erfolg feiern konnte – mit einem Plus von 7,6 Prozent. Nur in Neresheim, dem Heimatort von FDP-Kandidat Manuel Reiger, schnitt die Partei mit einem Plus von 14,6 Prozent noch besser ab.

Eschach ist die einzige Gemeinde im Ostalbkreis mit einem leichten Plus bei der Wahlbeteiligung – sie kletterte um 1,6 Prozent auf 69,2 Prozent. Profitieren konnten davon offenbar vor allem die Linken, die sich dort um 1,7 Prozent verbesserten – nur in Obergröningen, Spraitbach und Leinzell lief es besser.

Aus dem Stand auf 30 Prozent ging es für Franz Josef Grill (Freie Wähler) in Ellenberg – das ist der höchste Zuwachs über alle Parteien im ganzen Ostalbkreis. Gleichzeitig hat nirgendwo die AfD mehr Stimmen verloren im Vergleich zur Vorwahl als in Ellenberg: minus 7,8 Prozent. Gefolgt von Ellwangen (minus 11,6 Prozent) und Rainau (minus 6,5 Prozent). Also genau die Gemeinden, in denen Franz Josef Grill Ergebnisse von rund 20 Prozent holte. Ellenberg ist übrigens auch die Gemeinde, in der die CDU mit 13 Prozent ihren größten Verlust im Ostalbkreis eingefahren hat – vor Neuler und Ellwangen.

Größter Wahlverlierer ist eindeutig die CDU. Sie schaffte als einzige der großen Parteien in keiner einzigen Gemeinde im Ostalbkreis ein Plus im Vergleich zur Vorwahl. Größte "Erfolge" für die CDU sind Jagstzell und Göggingen – dort ging es lediglich um etwa 1,6 Prozent nach unten.

Wahlgewinner sind die Grünen im Wahlkreis Gmünd – dort holte Martina Häusler auch das Direktmandat. 13 Gemeinden im Wahlkreis Gmünd haben höhere Gewinne – erst dann folgt auf Rang 14 die Grünen-Hochburg Oberkochen aus dem Wahlkreis Aalen – lediglich mit einem Plus von 1,7 Prozent.

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