Die Linke verliert entgegen dem Trend

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Justin Niebius verliert entgegen dem Trend.
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Justin Niebius: Es war ein schwieriger Wahlkampf. Neuauflage der Grünen-CDU-Koalition wäre "bedauerlich".

Aalen. Da gibt es nichts schönzureden: "Wir Linken haben unser Ziel, in den Landtag einzuziehen, nicht erreicht", sagt Justin Niebius am Wahlabend. Der 20-jährige Student holte im Wahlkreis Aalen 2,7 Prozent der Stimmen (2092) – und verlor hier sogar entgegen dem Landestrend rund 0,4 Prozent.

Die Gründe werde man in den nächsten Tagen analysieren, so Niebius. Es sei ein schwieriger Wahlkampf, Corona das beherrschende Thema gewesen. Die Linken, nicht im Landtag, hätten es schwer, von den Medien wahrgenommen zu werden, bei den Konservativen schlage ihnen oft "Abneigung" entgegen.

Lag es an der Themenwahl? Er habe viel auf das Thema Pflege gesetzt, "das interessiert die Menschen", habe er in etlichen Gesprächen erfahren, so Niebius. Bei seinem persönlichen Ergebnis habe auch eine Rolle gespielt, dass der Linken-Kandidat 2016, Roland Hamm, "wesentlich bekannter" gewesen sei. Gratuliert habe er Dr. Franz-Josef Grill von den Freien Wählern: "Das ist fast schon ein Erdrutschsieg."

"Hochgradig bedauerlich" findet der Linke, dass Kretschmann in Sachen Koalitionsbildung erneut auf die CDU zugehe. "Diese Koalition hat zu einer Bremse in entscheidenden Fragen im Land geführt, zum Beispiel beim Klimaschutz." Mit der SPD könnten die Grünen ihre Inhalte besser umsetzen, meint er.

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