Die neue, alte Orgel ist eingeweiht

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Die einstige Orgel der Markuskirche hat im Kulturbahnhof KubAA eine neue Heimat gefunden. Wie das am Freitagabend gefeiert wurde.

Aalen

Preview. Vorschau heißt das. Und das war es auch, was am Freitagabend im KubAA, einen Tag vor der offiziellen Eröffnung, die Gäste bei der Einweihung der Orgel aus der ehemaligen Markuskirche dort im Veranstaltungssaal erleben durften. Eine Vorschau auf das, was der neue Kulturbahnhof zukünftig sein kann. Aber auch auf das, was Kultur leistet. Trotz der Alltagsmasken, die die Gäste während der Veranstaltung tragen mussten, war die Freude, gemeinsam etwas zu erleben, spürbar.

"Der KubAA beginnt langsam zu atmen", beschreibt Oberbürgermeister Thilo Rentschler eingangs dazu passend den Istzustand. Den ersten Atemzug haben da die rund 130 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Kultur bereits hören können. "Take Five" von Dave Brubeck, gespielt von Daniela Müller am Saxofon, Anne Haller an der Cajon und Kirchenmusikdirektor Thomas Haller auf der "neuen, alten" Orgel, so Rentschler, deren Leben man an diesem Abend feiert.

Der KubAA sei der Beginn einer "neuen Ära der Kulturarbeit für die Stadt", sagt Rentschler. Ermöglicht worden durch die Gemeinderäte, die Dezernenten Wolfgang Steidle und Karl-Heinz Ehrmann, die Kulturschaffenden von Theater, Musikschule und Kino, Architekten, Ingenieuren und Handwerkern, denen der OB allen dankte. "Sie haben Großartiges geleistet."

Reimer: Ort für die Bürger

Ermöglicht aber auch durch die Fördermittel des Landes. Der Ostalbkreis habe sich zu "einer der führenden Regionen im Regierungsbezirk herausgemausert", so Regierungspräsident Wolfgang Reimer. "Aus dem Geld ist was Tolles geworden", lobt er den Kulturbahnhof. Ein Gebäude, das in die moderne Zeit passe, aber Charakter habe und für die Bürgerinnen und Bürger trotzdem nutzbar sei. Es zeige auch, dass man in Aalen erkannt habe, dass eine Stadt nicht mehr allein nur von ihren Geschäften leben könne. Die Menschen würden in dieser auch Kultur, Events, Ereignisse erleben wollen. Dieser Wandel sei unaufhaltsam. "Kultur schafft Verständnis, es macht das Leben reicher", sagt Reimer und wünscht "Glück auf".

Aus dem Geld ist was Tolles geworden.

Wolfgang Reimer Regierungspräsident

Der KubAA sei ein Ort, der sich nicht dem Diktat der Wirtschaftlichkeit unterwirft, schließt sich Dekan Ralf Drescher in seinem geistlichen Impuls sinngemäß an. "Die Welt ist nicht friedlicher geworden und auch im eigenen Land wird der Ton rauer", führt Drescher aus. Man brauche Orte, an denen der Geist des Friedens herrsche.

Dass die Orgel nun eine neue Wirkungsstätte habe, sei der Idee von Thomas Haller, der Begeisterungsfähigkeit des OB und der Dr. Wilfried-Palm-Stiftung zu verdanken. "Ich hoffe, dass sie hier genauso segensreich wirkt, wie an ihrem alten Ort", so Drescher. In seinem sich anschließenden Segen betont auch der katholische Pfarrer Wolfgang Sedlmeier den Geist von Gemeinschaft und Liebe.

"Außergewöhnlich" sei es, dass man an einem solchen Ort eine Orgel habe, sagt Thomas Haller. Und führt als ein Vorbild die Elbphilharmonie an. Er freue sich auf das, was einem in Zusammenarbeit mit dem Theater, Musikschule und Kino hier "noch alles einfallen" werde. Zuvor müssten aber noch über tausend weitere Orgelpfeifen eingebaut werden. Wie gesagt, alles eine Vorschau.

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