Die OB-Wahlkampf-Show

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Catherine Rommel, hier mit (von links) Richard Arnold, Frank Nopper und Boris Palmer.
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Drei Oberbürgermeister laufen für Catherine Rommel auf und plaudern über Amt, Würden und Bürden. 100 Angemeldete hören in Hofen zu.

Aalen

Catherine Rommel im OB-Wahlkampf mit einem ungewöhnlichen Format. Drei prominente Oberbürgermeister waren zum OB-Talk mit der 56-jährige Kandidatin eingeladen. Thema: Was macht eine gute Oberbürgermeisterin aus?

100 Zuhörer im Hof der Heimatsmühle warteten erstmal. Der Tübinger OB Boris Palmer kam mit dem Zug von Stuttgart nach Wasseralfingen und weiter mit dem Fahrrad nach Hofen. Der Zug hatte Verspätung. Catherine Rommel eröffnete eine knappe halbe Stunde später ohne Umschweife, begrüßte Palmer, den Stuttgarter OB Frank Nopper und den Gmünder OB Richard Arnold mit der Bitte um kurze Impulsvorträge. 45 Jahre OB-Erfahrung seien beieinander. Worauf komme es an im Amt?

Der Stuttgarter: Dr. Frank Nopper hatte ein gut strukturiertes Manuskript. Zitierte den Verwaltungswissenschaftler Püttner, der „dem schwäbischen Schultes einen gottähnlichen Status“ zuschreibe: stimmberechtigter Vorsitzender im Gemeinderat und Chef der Verwaltung - eine „faszinierende Gestaltungsaufgabe“, aber unter Druck in Zeiten klammer kommunaler Haushalte. Als OB brauche man Nähe zum Bürger, aber auch Trittsicherheit auf großem Parkett, müsse Verwaltung können und mit dem Gemeinderat klarkommen. Taktisches Geschick und „durchaus eine gewisse Schlitzohrigkeit“ seien vorteilhaft. Nopper: „Man muss das Gras wachsen hören, aber es können allerlei Brennnesseln im kommunalen Gras wachsen.“

Aalen und Stuttgart passten gut zusammen, das wisse er, so Nopper, schließlich sei er seit über 20 Jahren mit einer gebürtigen Aalenerin verheiratet. Catherine Rommel bringe „Kompetenz und Persönlichkeitsstruktur“ für dieses große Amt mit und sie habe 22 Amtsjahre ihres Vaters hautnah mitbekommen.

Der Gmünder: Richard Arnold lobte Catherine Rommel: „Das kann sie: Menschen zusammenbringen.“ Humor habe sie. Und in puncto Fachlichkeit: Zum Schluss komme es ohnehin darauf an, „was man na'kriegt“. Als OB müsse man eine Vision haben, daran festhalten und die richtigen Leute dafür rekrutieren. Anekdotenhaft und in freier Rede erinnerte er an die Landesgartenschau, Gmünds Vision von der Stadt am Meer, aus der dann der Remsstrand wurde, und an den Traum vom Blick auf die Alpen vom Himmelsstürmer-Turm aus. Dass der Rosenstein dazwischen steht - Pech. Wie gesagt, auf Humor komme es an.

Der Tübinger: Man müsse mit den Menschen schaffen, die man um s ich habe, andere gibt's nicht, zitierte der Grüne Boris Palmer Konrad Adenauer. Bodenständige, „vernunftgeleitete Weltsicht“ brauche man als OB, „jenseits der Parteizugehörigkeit“. Es folgt der Werbeblock für Tübingen: gelungene Ansiedelung eines erfolgreichen Impfstoffherstellers und führende Stadt im Klimaschutz.

Meinungsfreiheit sei wichtig, Respekt und Toleranz. Offener Seitenhieb gegen Catherine Rommels SPD-Konkurrenten Frederick Brütting: Der habe ihn, Palmer, öffentlich der Ausgrenzung bezichtigt. Aber: „Man darf als OB nicht beleidigungsfähig sein.“

In einem zehnminütigen Vortrag stellte Catherine Rommel sich und ihr Programm vor: Wirtschaft, Bildung, Hochschule, Ehrenamt stärken , Kritik an geplanter Streichung der Übungsleiterpauschale, bezahlbares Wohnen, Mountainbike-Trails und viel Kommunikativ-Soziales. Wenig Dezidiertes zu Kultur, Finanzen und Gemeinderat.

Sie ist eine grüne Schwarze, der Ökologie wichtig ist!“

Palmer über Catherine Rommel

„Was gebt Ihr mir mit?“, wollte sie zum Schluss vom OB-Trio wissen: Arnold: Aalen sollte die Teilorte gut einbinden und sich verbinden mit anderen zum Netzwerk, „wir müssen als Raumschaft in Stuttgart mehr Gehör finden.“ Nopper: „Die Landeshauptstadt wird offensiver um Aalen und die anderen Städte werben, dass sie sich nicht nach Ulm orientieren.“ Boris Palmer rief in die Runde: „Sie ist eine grüne Schwarze, der die Ökologie wichtig ist!“

CDU-Stadtverbandsvorsitzender Thomas Wagenblast dankte allen Helfern, der bewirtenden TG Hofen und der Heimatsmühlenfamilie Ladenburger. Hausherr Franz Xaver Ladenburer hatte in seiner Begrüßung einen leidenschaftlichen Appell pro Rommel abgegeben. Es sei an der Zeit, „dass eine exzellente Frau an die Spitze der Stadt Aalen kommt.“

Der OB-Talk mit Catherine Rommel

Catherine Rommel lädt zum OB-Talk.
Catherine Rommel lädt zum OB-Talk.  © Oliver Giers
Catherine Rommel lädt zum OB-Talk.
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Catherine Rommel lädt zum OB-Talk.
Catherine Rommel lädt zum OB-Talk.  © Oliver Giers
Catherine Rommel lädt zum OB-Talk.
Catherine Rommel lädt zum OB-Talk.  © Oliver Giers
Catherine Rommel lädt zum OB-Talk.
Catherine Rommel lädt zum OB-Talk.  © Oliver Giers
Catherine Rommel lädt zum OB-Talk.
Catherine Rommel lädt zum OB-Talk.  © Oliver Giers
Catherine Rommel lädt zum OB-Talk.
Catherine Rommel lädt zum OB-Talk.  © Oliver Giers
Catherine Rommel lädt zum OB-Talk.
Catherine Rommel lädt zum OB-Talk.  © Oliver Giers
Catherine Rommel lädt zum OB-Talk.
Catherine Rommel lädt zum OB-Talk.  © Oliver Giers
Catherine Rommel lädt zum OB-Talk.
Catherine Rommel lädt zum OB-Talk.  © Oliver Giers
Catherine Rommel lädt zum OB-Talk.
Catherine Rommel lädt zum OB-Talk.  © Oliver Giers
Catherine Rommel lädt zum OB-Talk.
Catherine Rommel lädt zum OB-Talk.  © Oliver Giers
Catherine Rommel lädt zum OB-Talk.
Catherine Rommel lädt zum OB-Talk.  © Oliver Giers

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