Die Ostalb, die Stimme in Stuttgart und Corona

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Die Freien Demokraten laden ein zur Wahlkampfveranstaltung vor Ort. Es sprechen: Manuel Reiger, Arian Kriesch und Dr. Hans-Ulrich Rülke.

Aalen

Die Farben der Freien Demokraten – gelb, blau, rosa – dominierten am Sonntagnachmittag Aalens Marktplatz. Die FDP hatte zu einer Wahlkampfveranstaltung mit Abstand geladen. Mit dabei: Landtagskandidat Manuel Reiger, Bundestagskandidat Arian Kriesch und Fraktionsvorsitzender Dr. Hans-Ulrich Rülke. "Wir machen heute deutlich, warum die schwarz-grüne Regierung abgewählt werden muss", sagte Stadtrat Kriesch zu Beginn der 90-minütigen Veranstaltung.

Arian Kriesch: Die FDP biete eine Wahlkampfveranstaltung vor Ort an, da Demokratie nicht pausieren dürfe, auch nicht in der Krise. Die FDP stehe für einen Wandel im Land. "Manuel Reiger setzt nachhaltige Impulse für die Ostalb", sagte Kriesch. Mit zehn Prozent der Stimmen habe Reiger eine Chance, in den Landtag einzuziehen.

Manuel Reiger: Seit einem Jahr werde mit Corona-Verordnungen durchregiert, die FDP wolle das ändern, sagte Reiger. Dafür gab's Applaus von den rund 20 Zuhörerinnen und Zuhörern, die sich an Abstands- und Maskenregel hielten. Die Corona-Maßnahmen seien widersprüchlich. "Einzelhandel und Gastronomie müssen so schnell wie möglich öffnen." Es müsse Schluss sein mit der "Schließungsorgie", betonte der Jurist. Reiger sprach auch Themen abseits Corona an. Die digitale Infrastruktur muss verbessert werden, wie der Landtagskandidat im Wahlkreis Aalen-Ellwangen sagte. Und: Es brauche verlässliche Bildungsplattformen für Schulen. "Ich brenne für die Ostalb", sagte er. Er wolle dafür sorgen, dass der ländliche Raum in Stuttgart eine starke Stimme bekomme.

Dr. Hans-Ulrich Rülke: "Nach Corona müssen wir die längerfristigen Themen unseres Landes angehen", betonte Rülke. Dazu gehören Bildung, Digitalisierung und die Zukunft des Automobilstandortes Baden-Württemberg, wie er sagte. Nun gehe es darum, einen Weg zurück zur Normalität zu finden. Die FDP schlage einen Stufenplan vor, der sich an Inzidenzen orientiert. Es sei gut, dass Friseure ab 1. März öffnen. "Es ist aber ein Gebot der Logik, dass das Öffnen für andere auch gilt", betonte er. Die FDP wolle Baden-Württemberg in die Zukunft führen. Die öffentliche Verwaltung müsse bei der Digitalisierung "deutliche Schritte" vorwärtsmachen, es brauche mehr Freiheit im Bildungswesen. Die Herausforderung: Wohlstand erhalten und die Klimaziele erreichen. Rülke setzt auf Wasserstoff. Dieser habe das Potenzial, Arbeitsplätze im Land und den Verbrennungsmotor zu erhalten.

Dr. Hans-Ulrich Rülke spricht am Sonntagmittag über die Coronapolitik der Bundes- und Landesregierung und darüber, was die FDP sonst noch bewegt und in den kommenden fünf Jahren umsetzen will – wenn sie genügend Stimmen erhält.

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