Die Römer brauchten Muskeln

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Beim Unesco-Welterbetag zeigt die Römergruppe LEG VIII AUG dem Umgang mit Schusswaffen. Warum man dafür Muskeln braucht.

Aalen

Seit dem 18. Mai wird im Limesmuseum eine Sonderausstellung "Tod aus dem Nichts – antike Geschütze" von verschiedenen Geschützen und Schusswaffen der römischen Armee gezeigt.

Am Sonntag waren die Initiatoren der Ausstellung, Alexander und Monika Zimmermann, mit ihrer "Vexillatio Legionis VIII Augustae", einer Interessengemeinschaft für die römische Geschichte, aus Plüderhausen, anlässlich des Unesco-Welterbetages vor Ort und zeigten Nachbauten der römischen Torsionsgeschütze.

Trotz Corona-Beschränkungen und eher widrigem Wetter waren einige Interessierte ins Museum gekommen.

Die Ausstellung zeigt zahlreiche Nachbauten, Modelle, Installationen, Texte, Filme und Fundstücke von Teilen solcher Geschütze und Schusswaffen. Vom einfachen Bogen bis zur größeren Pfeilschleuder sind Modelle zu sehen, auf Illustrationen und Bannern werden die teils haushohen Steinschleudern gezeigt. Und die ausgeklügelte Technik beispielsweise zu den verschiedenen Spannvorrichtungen aus verwundenen Seilen aus unterschiedlichsten Materialien lassen die Kreativität der Erschaffer erahnen.

Seit über 30 Jahren beschäftigt sich die Gruppe, deren Mitglieder aus dem gesamten süddeutschen Raum stammen, mit dieser Waffengattung der Römer. Die Nachbauten wurden teils selbst geschaffen. Entsprechend kompetent waren die Vorführungen der einzelnen Geräte.

Beispielsweise wurde gezeigt, wie kraftaufwendig es für die Legionäre war, einen Bogen mit der Sehne zu versehen oder eine Armbrust zu spannen.

Im Garten des Museums wurde in einer trockenen Wetterphase ein größeres Geschütz vorgeführt. Für den Aufbau und das Bedienen waren vier Männer notwendig. Beim Schießen trafen die vier – nach einigen Versuchen - dann auch die Zehn des aufgestellten Ziels. Später zeigten die Männer auch eine größere Armbrust im Gebrauch.

An zwei Stationen der Museumspädagogik nützen Kinder die Möglichkeit zum Basteln mit Leder oder das Stempeln von Leder und Holz. Auch die sonstige Ausstellung wurde von den Besuchern gerne angeschaut.

Jürgen Eschenhorn

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