Die Situation in Indien ist schrecklich

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Keine Jobs, kein Einkommen: Die Menschen flüchten aus den Städten in ihre Heimatdörfer, oft hunderte Kilometer zu Fuß.

Wie der Freundeskreis Indienhilfe die Menschen in der Pandemie unterstützt.

Aalen-Hofherrnweiler. "Die augenblickliche Situation in Indien ist schrecklich." Mit diesem Satz beschreibt Friedrich Hägele die Lage durch die Corona-Pandemie im südindischen Bundesstaat Andhra Pradesh. Seit über 30 Jahren engagiert er sich dort gemeinsam mit dem indischen Geistlichen Father B. Marreddy für Kinder, versucht, ihnen durch Bildung Zukunftsperspektiven zu zu zeigen und einen Weg aus der Armut.

"In den letzten Rundmails habe ich Ihnen von unserer Aktion mit Überlebenspaketen für arme Familien in den indischen Dörfern berichtet", schreibt er nun an seine Unterstützer und Sponsoren, die Mitglieder des Vereins "Freundeskreis Indienhilfe". 1200 Lebensmittelpakete seien bereits verteilt worden. Sie enthalten Reis, Linsen, Speiseöl, Kokosnüsse, Salz, einige Gewürze und Hygieneartikel im Wert von insgesamt 10 Euro. Hägele: "Das hilft den Familien, über die Runden zu kommen. So lange Marreddy in den Supermärkten das alles kaufen kann und die Quarantäne anhält, werden wir die Aktion weitermachen. So lange, bis die Menschen dort durch Arbeit ihren Lebensunterhalt wieder selbst verdienen können." Viele Menschen in Deutschland hätten durch großzügige Spenden diese Aktion ermöglicht, dafür dankt er herzlich.

Die Lage der Menschen in Indien durch den Lockdown sei verheerend, schildert Hägele nach Rücksprache mit Father Marreddy. Die Menschen in den Städten, die ihre Arbeit verloren hätten, gingen zurück in ihre Dörfer. Aber alle Verkehrsverbindungen seien gestrichen. Hägele: "Es fahren keine Busse und Züge, und so machen sich alle zu Fuß auf einen oft sehr langen Weg." Oft legen die Menschen 1000 Kilometer zu Fuß zurück, um in ihre Heimatdörfer zu gelangen, berichtet Marreddy. Fotos, die er mitgeschickt hat, machen die Not der Menschen sichtbar.

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