Die starken Themen und die CDU

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Roderich Kiesewetter
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Kiesewetter und Mack und ihre Positionen zu Innovation, Bahnhalt und mehr.

Aalen. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Roderich Kiesewetter und sein Landtagskollege Winfried Mack gingen bei ihrem traditionellen Sommergespräch auf die Herausforderungen der nächsten Dekade ein.

Die CDU habe Maßstäbe gesetzt für die Stärkung von Handwerk und Mittelstand, schnellere und bessere Bahnverbindungen in Ostwürttemberg, für die Digitalisierung und schnelles Internet und die Förderung von Innovationen und umweltfreundlicher Energie in der Region, resümierte Kiesewetter zur Eröffnung. Dies solle mit Nachdruck auch so bleiben, denn die Megathemen für die nächsten zehn Jahre seien noch nie dermaßen überbordend gewesen, so Kiesewetter und Mack unisono. Technologie-Förderung sei das A und O, für 6175 Vorhaben seien über 314 Millionen Euro Förderung in die Region geflossen.

Ein entscheidender Parameter sei „ostwürttembergisches Denken“ in puncto Bahn-Vertaktung zwischen Aalen und Ulm und damit vernetztes Denken zwischen Aalen und Heidenheim. Viel verspricht sich Kiesewetter von den Bahnhalten „Aalen-Süd“ und „Oberkochen-Süd“.

Innovation und Klimaschutz

Öffentliche Fördermittel sollten „Entwicklungsweichen stellen“, und die Wirtschaft solle in Sachen Transformation und Klimaschutz darin bestärkt werden, Innovationen ohne bürokratische Hemmnisse selbst anzupacken. Durch den von Kiesewetter eingesetzten Hochschul-Lehrstuhl „Erneuerbare Energien“ sei die Region Ostwürttemberg Vorreiter, erklärte Winfried Mack. Der Forschungsdialog mit der Hochschule Aalen sei von immenser Bedeutung, es gehe um die Brennzelle, um synthetische Brennstoffe und ganz entscheidend um Wasserstoff, den man aktuell und mittelfristig auch importieren müsse.

„Energie-Politik muss Friedenspolitik sein“, erläuterte Kieswetter. Wenn man grünen Wasserstoff aus Afrika beziehe, brauche man dort stabile Verhältnisse. Wenn man sich für die Energiewende einsetze, müsse man vernetzt damit die Friedenspolitik in Afrika forcieren.

Die CDU rede Klartext, fügte Mack hinzu. Der derzeit regenerativ erzeugte Strom würde nur ausreichen, um die Hälfte der deutschen Stahlindustrie zu versorgen. Nur mit Wasserstoff sei es möglich, die Pariser Klimaziele zu erreichen. Ohne Wenn und Aber standen Mack und Kieswetter für den Erhalt der Firma Hensoldt, möglichst in Oberkochen, auf jeden Fall aber in der Region. Es gehe nicht an, dass „die Grünen Hensoldt aus der Region vertreiben wollen“, erklärte Mack, der auf weitere Schwerpunktthemen einging.

Er werde sich für die pädagogische Konzeption „Bildungshaus“ mit Verzahnung von Kita und Grundschule unter einem Dach einsetzen. Man müsse Quartiersstrukturen stärken, auch Vereine und Sozialbetreuung einschließen. Den Bahnausbau bezeichnete Mack als „Jahrhundert-Chance“ mit einer Vollelektrifizierung der Regio-S-Bahn Aalen-Ulm. Die CDU werde den Fokus auf eine Verbindung von „Smart-City und Klimaschutz richten“. Energieerzeugung, Speicherung und Verbrauch vor Ort müssten zusammengebracht werden. „Diese Megathemen können nur mit der CDU in der Regierung erfolgreich angegangen werden“, so Kiesewetter und Mack.

Lothar Schell

Winfried Mack

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