Die zwölf größten Bauprojekte in der Amtszeit von OB Thilo Rentschler

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Das Stadtoval aus der Vogelperspektive. Stand September 2021.
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So viel gebaut wie lange nicht wurde in Aalen in den vergangenen acht Jahren. Ein Überblick über die größten Investitionen.

Aalen. Geschätzt rund 300 Millionen Euro hat die Stadt in der Amtszeit Thilo Rentschlers in Bauprojekte investiert. In Schulen, Kitas, Straßen, Brücken, Breitbandversorgung, neue Baugebiete, öffentliche Gebäude wie den Kulturbahnhof und Limesmuseum. Das sind die größten Bauprojekte seit 2013 im Überblick:

1. Kulturbahnhof (26 Millionen Euro): Mit Abstand das größte und teuerste Projekt in Rentschlers Amtszeit war der Kulturbahnhof (KubAA). Rund 26 Millionen Euro hat die Stadt investiert. 1866 wurde das Gebäude als Ausbesserungswerk der königlich-württembergischen Staatseisenbahn in Betrieb genommen. 1945 zerbombten die Alliierten das Bahnhofsgelände. Später wurde das Gebäude auf dem Baustahlgelände industriell genutzt. Noch später, 2014, als die Halle bereits leer stand, wurde sie ein Raub der Flammen. Saniert und umgebaut heißt die Halle heute Kulturbahnhof und ist seit der Einweihung 2020 neue Heimat für das Theater der Stadt Aalen, die städtische Musikschule und das Kino am Kocher. In verschiedenen Räumen ist Platz für Veranstaltungen. Zahlreiche haben seit der Eröffnung dort bereits stattgefunden.

2. Erschließung Stadtoval mit Steg (13,41 Millionen Euro): Auf dem ehemaligen Baustahl-Areal, heute Stadtoval genannt, ist noch viel mehr entstanden als der Kulturbahnhof. Öffentliche und private Bauträger haben dort Wohnungen und Geschäftsräume geschaffen, auch die Kita Abenteuerland hat inzwischen dort ihr Zuhause gefunden. Bevor das alles hat entstehen können, war die Erschließung des Geländes notwendig. 4,1 Millionen Euro hat die Stadt dafür investiert, das Areal für die Neubauten vorzubereiten. Zur Erschließung des Stadtovals gehört auch der geplante Fußgängersteg über die Bahngleise, der das Areal mit der Innenstadt verbinden soll. 9,31 Millionen Euro kostet das Projekt den aktuellsten Berechnungen zufolge. Geplanter Baubeginn ist zwar erst im März 2022. Planung, Baubeschluss und Bewilligung der Kosten für das Projekt fallen aber noch in die Amtszeit Rentschlers, die am 30. September endet.

3. Sanierung Limesmuseum (8,5 Millionen Euro): Energetisch saniert und inhaltlich neu konzipiert wurde das Aalener Limesmuseum für rund 8,5 Millionen Euro. Dazu gehörte die Entkernung des Gebäudes. Zuvor mussten die Ausstellungsobjekte ausgelagert werden nach Rastatt, ins zentrale archäologische Fundarchiv des Landes Baden-Württemberg. 2019 ist das Limesmuseum wiedereröffnet worden. Prominenter Gast beim Fest: Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne). Dort, wo heute das Limesmuseum ist, stand früher das größte römische Reiterkastell nördlich der Alpen. Die rekonstruierten Grundmauern sind heute auf dem Gelände des Museums zu sehen. Die römischen Soldaten sicherten von dort aus den Limes, die Außengrenze des Reiches.

4. Breitbandversorgung (8,13 Millionen Euro): Für die Digitalisierung ist schnelles Internet unerlässlich. Für Gewerbetreibende wie auch Privatleute ist die Breitbandversorgung zum wichtigen Standortfaktor geworden. Heißt: Wo es kein schnelles Internet gibt, zieht das Unternehmen oder der Haushalt nicht hin. 8,13 Millionen Euro hat die Stadt Aalen zwischen 2013 und heute in die Breitbandversorgung auf ihrer Gemarkung investiert.

5. Erschließung Maiergasse Süd (6,63 Millionen Euro):Rund 90 neue Geschosswohnungen entstehen in Wasseralfingen auf dem Gelände Maiergasse. Die Aalener Wohnungsbau und das Siedlungswerk bauen dort Mehrfamilienhäuser. Auf dem rund 6200 Quadratmeter großen Abschnitt des Siedlungswerks werden in fünf Gebäuden mit gemeinsamer Tiefgarage 67 Wohnungen mit 5600 Quadratmetern Wohnfläche entstehen. Das 2000 Quadratmeter große Wohnungsbau-Areal wird in zwei Baukörpern 22 Wohnungen mit 1900 Quadratmetern Fläche aufnehmen. Damit die beiden Bauträger die Projekte dort verwirklichen können, hat das Gelände zuerst erschlossen werden müssen. 6,63 Millionen Euro hat die Stadt Aalen 2019 dafür in die Hand genommen.

6. Erweiterungsbau KGW (6,23 Millionen Euro): Im Jahr 2014 wurde der Erweiterungsbau am Kopernikus-Gymnasium Wasseralfingen in Betrieb genommen. 6,23 Millionen Euro hat die Stadt darin investiert. Das KGW verfügt seitdem über einen modernen Fachklassentrakt mit sieben Räumen für Physik und Chemie sowie vier Klassenzimmern. Der Erweiterungsbau, den das Aalener Architekturbüro Liebel geplant hat, ist mehrfach ausgezeichnet worden.

7. Fachklassentrakt Schubart-Gymnasium (5,5 Millionen Euro): Im Jahr 2019 wurde der Fachklassentrakt am Schubart-Gymnasium eingeweiht. Rund 5,5 Millionen Euro sind während der zweijährigen Bauzeit in den zweigeschossigen Neubau mit einer Grundfläche von 1100 Quadratmetern investiert worden. Die neuen Räume dienen dem Unterricht der sogenannten "MINT-Fächer". Dies umfasst neben Mathematik hauptsächlich den Unterricht in Chemie, Biologie und Physik. Auch dieser Entwurf des Architekturbüros Liebels wurde ausgezeichnet.

8. Umbau Kocherburgschule (4,5 Millionen Euro): Der Gebäudeteil B der Kocherburgschule in Unterkochen, die ehemalige Realschule, ist saniert worden und hat die zweizügige Grundschule aufgenommen, die vorher am Standort Friedensschule ihr Zuhause hatte. Rund 4,5 Millionen Euro hat die Stadt investiert.

9. Kita Dewangen (3,13 Millionen Euro): Die neue städtische Kita an der Schwarzfeldschule umfasst drei Gruppen – eine Ganztagesgruppe für Kinder ab dem ersten Lebensjahr bis zum dritten Lebensjahr, eine Ganztagesgruppe ab drei Jahren bis zum Schuleintritt sowie eine Gruppe mit verlängerten Öffnungszeiten für Kinder ab zwei Jahren bis zum Schuleintritt. Kostenpunkt: Rund 3.13 Millionen Euro.

10. Erschließung Baugebiet "Krautgarten/Birkenmahd II" (2,6 Millionen Euro): Bevor die Häuslebauer in einem Neubaugebiet loslegen können, muss alles vorbereitet werden, Vermessungen stehen an, Kanäle und Leitungen müssen verlegt, Straßen gebaut werden. 2,6 Millionen Euro hat die Stadt für diese Erschließungsarbeiten im Baugebiet "Krautgarten/Birkenmahd II" in Ebnat ausgegeben.

11. Sanierung THG-Turnhalle (2,1 Millionen Euro): Die über 50 Jahre alte Turnhalle des Theodor-Heuss-Gymnasiums in Aalen ist 2018 und 2019 grundlegend modernisiert worden. Die Arbeiten dauerten rund zehn Monate und sollen hohe Einsparungen an Heizungs- und Stromkosten bringen. Für die energetische Sanierung wurde die Betonverkleidung durch hochgedämmte Holztafelelemente ersetzt. Die große Verglasung an der Nordseite sorgt für natürliches Licht. Kostenpunkt: rund 2,1 Millionen Euro.

12. Kocherrenaturierung Breitwiesen (1,9 Millionen Euro): Seit 2015 fließt der Kocher in den Unterkochener Breitwiesen wieder in einem naturnahen Bett. Dort, wo Schwarzer und Weißer Kocher zusammenfließen, ist das neue Biotop entstanden. Rund 1,9 Millionen Euro hat die Stadt Aalen dafür in die Hand genommen.

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