Diese Kriterien gelten nun bei der Vergabe von Bauplätzen in Aalen

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Bauplätze werden in Aalen nach bestimmten Kriterien vergeben. Der Gemeinderat hat sie nun geändert.
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Ehrenamtlich engagiert, Ärztin und aus Treppach: Der Gemeinderat hat entschieden, wer wie viele Punkte bekommt.

Aalen

Der Gemeinderat hat die Kriterien zur Vergabe der Bauplätze angepasst. Hintergrund ist, dass Grundstücke an Bewerber mit den meisten Punkten vergeben werden. Wer sich ehrenamtlich engagiert, Kinder hat und in Aalen arbeitet, hat damit höhere Chancen, einen Bauplatz zu bekommen, als jemand, der das nicht vorweisen kann.

Anleger: Neu ist nun, dass Bewerberinnen und Bewerber, die bereits ausreichendes Wohneigentum haben, von der Vergabe ausgeschlossen werden. Die Grünen hatten das so beantragt und begründet: „Die Veräußerung günstiger städtischer Bauplätze zum Zweck der Kapitalanlage soll ausgeschlossen werden. Anleger sollen auf den privaten Immobilienmarkt verwiesen werden.“

Wer aber seine Immobilie verkauft, um ein Haus zu bauen, soll auch weiterhin die Möglichkeit haben, ein städtisches Grundstück zu kaufen. 22 Rätinnen und Räte stimmten für diesen Antrag. 20 dagegen. Damit war der Antrag angenommen.

Teilorte: Auf Antrag der Grünen wurde außerdem gestrichen, dass es für Teilorte der Teilorte einen Punkt mehr gibt. Fraktionsvorsitzender Michael Fleischer hatte mit dem Beispiel Treppach argumentiert: Wenn sich jemand aus Treppach auf einen Bauplatz in Treppach bewirbt, bekommt er oder sie drei Punkte. Jemand aus Wasseralfingen dagegen nur zwei Punkte. „Wir wollen Menschen in der Kernstadt und den Teilorten nicht schlechter stellen als in Treppach“, sagte Fleischer zu diesem Beispiel. Insgesamt 29 Rätinnen und Räte sahen es genauso und stimmten für den Antrag. 8 stimmten dagegen, 6 enthielten sich. Damit bekommen die Treppacher ebenfalls nur noch zwei Punkte, wenn sie sich in Treppach auf einen Bauplatz bewerben.

Ärztinnen und Ärzte: Die Stadt Aalen kann nun Bauplätze für Ärztinnen und Ärzte zurückhalten, wenn sie vertraglich verpflichten, im Aalener Stadtgebiet zu praktizieren. Das soll zur Sicherung der medizischen Versorgung geschehen.

Behinderung: Wer eine Behinderung zu einem Grad von 50 Prozent oder mehr hat, bekommt einen Punkt.

Zu pflegende Angehörige: Wer einen Angehörigen pflegt, bekommt ebenfalls einen Punkt. Voraussetzung ist, dass der zu pflegende Angehörige im Aalener Stadtgebiet lebt.

Am Ende stimmte der Gemeinderat mehrheitlich, bei zwei Gegenstimmen und drei Enthaltungen, für alle Änderungen.

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