Digitaloffensive: SG seit Stunde Null dabei

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Christiane Dittmann, Schulleiterin des Schubart-Gymnasiums und stellvertretender Schulleiter Martin Schaub.
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Das Schubart-Gymnasium hat von Anfang an daran mitgewirkt.

Aalen. Den 21 Aalener Schulen fehlt es derzeit noch am Aufbau der digitalen Infrastruktur. Manche Schulen sind schon weit, einzelne sehr weit, andere hinken hinterher. Die Stadt Aalen hat eine Digitaloffensive gestartet, will die Digitalisierung an allen städtischen Schulen forcieren. Dazu hat sie einen sogenannten Medienentwicklungsplan aufgestellt, in dem Ziele und Fristen klar definiert sind. So sollen etwa alle weiterführenden Schulen zum Schuljahreswechsel 2021/2022 ans Breitband angebunden sein.

Wie Schuldezernent Karl-Heinz Ehrmann in einer der jüngsten Sitzungen der Gemeinderatsausschüsse kundtat, haben fünf Schulen in Zusammenarbeit mit dem Landesmedienzentrum exemplarisch ihren Medienentwicklungsplan zum Abruf der Fördermittel aus dem Digitalpakt ausgearbeitet. Unter den Gymnasien nannte Ehrmann das Kopernikus-Gymnasium und das Theodor-Heuss-Gymnasiums.

Warum das SG enttäuscht ist

Allerdings: Das Schubart-Gymnasiums wurde in diesem Kontext nicht erwähnt, was dessen Schulleiterin Christiane Dittmann samt Lehrerkollegium mit einiger Enttäuschung quittiert. „Denn wir sind seit der Stunde Null dabei, reichen jedes Jahr aufs Neue schriftlich unseren Medienentwicklungsplan bei der Stadt ein. Und arbeiten kooperativ zusammen mit den beiden anderen Gymnasien für die Entwicklung der Medienlandschaft in den Aalener Schulen“, stellt Dittmann im Gespräch mit der Schwäbischen Post klar. Bereits 2016 habe das SG in iPads für Schülerinnen und Schüler investiert, habe zwei Klassensätze von jeweils 25 Geräten angeschafft. Aufbewahrt sind die iPads in zwei Rollkoffern für den wechselweise Einsatz in unterschiedlichen Klassen. Ermöglicht wurde diese Investition aus Spenden und Stiftungsgeldern, so Dittmann.

Seit vielen Jahren und noch bevor es die Landes-Medienpläne gab, schult das SG seine Schülerinnen und Schüler für einen rechtskonformen und informierten Umgang mit iPads. Dittmann: „Für Schülerinnen und Schüler der siebten Klassen finden jährlich von Juristen geleitete Workshops statt.“

Bereits Glasfaseranschluss

Und auch einen Glasfaseranschluss habe das SG bereits ins Haus legen lassen – ebenfalls dank Fördermitteln.

Die Schulleiterin hat Verständnis dafür, dass die Stadt Aalen nicht alle ihrer 21 Schulen gleichzeitig digital ausstatten kann. „Deswegen sind wir in der zweiten Charge dabei“, erläutert Dittmann. Heißt: In den ersten Monaten des Jahres 2022 kann das Schubart-Gymnasium mit iPads für alle derzeit 517 Schülerinnen und Schüler rechnen.

Alle Lehrerinnen und Lehrer des SG habe die Stadt Aalen bereits Ende 2019 mit diesen digitalen Endgeräten ausgestattet. „Absolut rechtzeitig vor dem Lockdown“, lobt Martin Schaub, stellvertretender Schulleiter. „In digitalen Elternabenden haben wir die Eltern geschult, wie sie sich in unser Videokonferenzsystem einloggen können. Und konnten mit Hilfe der iPads auch ständig die Kommunikation mit den Eltern aufrecht halten“, berichtet Schaub. „Wir sind fit“, bilanziert der stellvertretende Schulleiter. Und verweist auf intensive Lehrerfortbildungen zum Thema.

Schnelleres Internet

Seit kurzem sei das SG mit einer Internet-Geschwindigkeit von 300 Mbit/s unterwegs, wie es der städtische Medienentwicklungsplan für die weiterführenden Schulen vorsieht. „Falls die Leistung nicht ausreichen sollte, hat die Stadt Aalen bereits zugesagt, die Bandbreite weiter zu erhöhen“, sagt Schaub. Denn: Wenn einmal alle Schülerinnen und Schüler gleichzeitig an ihren Tablets arbeiten, brauche es eine Leistung im Gigabit-Bereich, zitiert Schaub Expertenaussagen.

Momentan laufe am Schubart-Gymnasium die Umstellung auf den neuen Schulserver iServ, in den die Lernplattform Moodle eingebettet werde. Schaub: „Wir sind ja schon jetzt flott unterwegs. Aber wir hoffen, dass wir damit künftig noch geschmeidiger werden.“

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