Direkt vor Ort helfen

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Sozialführerschein: Kompetenzen in der Sozial- und Lebensberatung. v.l. Karin Kadow, Brigitte Lessle, Pfr. Bernhard Richter und Marion Santin.

Sozialführerschein Der neue „Fahrplan“ für 2022 startet am 9. Februar. Zwei Teilnehmerinnen berichten von ihren Erfahrungen beim Online-Kurs 2022.

Aalen

Hier kann man helfen lernen. „Im Kurs Sozialführerschein haben wir uns gegenseitig bereichert.“ Das sagen Brigitte Lessle und Karin Kadow, zwei der 15 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Sozialführerscheins 2021. Dass alle Kursmodule online stattgefunden haben, hat dem Kurs keinen Abbruch getan. Im Gegenteil: Man sparte sich Anfahrtswege.

Das Gefühl der Zufriedenheit, einem anderen Menschen geholfen haben, ist durch nichts zu ersetzen. Besonders dann, wenn es sich um einen ehrenamtlichen Dienst handelt. Seit 18 Jahren gibt es in Aalen den Sozialführerschein, der Frauen und Männer dazu befähigt, ein Ehrenamt zu finden und gut auszufüllen. Der neue „Fahrplan“ des Sozialführerscheins 2022 startet am 9. Februar.

„Wir sprechen damit Menschen an, die in die Gesellschaft hineinwirken und Gutes damit tun“, sagt Pfarrer Bernhard Richter. Die evangelische und katholische Kirchengemeinde Aalen, die Bahnhofsmission und die beiden großen Wohlfahrtsverbände Diakonie und Caritas, sind die Träger und Initiatoren des Sozialführerscheins. In insgesamt zehn Kursmodulen, die von wertschätzender Kommunikation über den Umgang von Menschen aus anderen Kulturen, bis hin zur Suche nach dem passenden Ehrenamt reichen, wird man für die Aufgabe befähigt und herangeführt. Der gesamte letzte Kurs fand online statt. „Die Teilnahme war überwältigend“, berichtet Marion Santin von der Caritas Ost-Württemberg. Die Teilnehmerschaft, deren Altersspektrum von 20 bis 80 Jahren reichte, waren voll motiviert dabei. „Es hat uns allen viel Spaß gemacht“, so Marion Santin.

Brigitte Lessle, eine der Teilnehmerinnen, hatte keine Scheu, sich in die Videokonferenzen einzuwählen. „Marion Santin war am Telefon bereit und hat erklärt, was als nächstes zu tun ist“, sagt die Seniorin. Brigitte Lessle macht schon viel ehrenamtlich und ist beim Verein Govinda dabei. Aber sie war auf der Suche nach etwas, wo sie in Aalen direkt helfen konnte. „Ich kann gut mit Menschen und besonders mit Kindern umgehen“, erzählt sie. Durch die Praxisbörse wurde ihr klar, dass sie es in der Bibliothek des Treffpunkts Rötenberg versuchen möchte. „Ich kann nur jedem raten: Macht selbst etwas, es kommt so viel zurück!“

Auch Karin Kadow, die noch im Berufsleben steht, will sich künftig noch mehr ehrenamtlich engagieren. Im Kurs Sozialführerschein wurde ihr klar, dass sie gerne in einem kleinen Team arbeiten möchte. „An dem Abend wurden die Sinne für die eigenen Wünsche an das Ehrenamt geschärft“, so Karin Kadow. Sie arbeitet nun bei der Marktsuppe im Evangelischen Gemeindehaus mit. Dort hat sie eine zeitliche Begrenzung des Ehrenamts und das gefällt ihr gut daran. Außerdem das Team. „Ich habe genau das gefunden, was ich machen wollte“, ist sie überzeugt. Beide Teilnehmerinnen können den Sozialführerschein wärmstens empfehlen. Denn die Kursabende bringen so viel mehr als nur die Erkenntnis, für welches Ehrenamt man sich entscheidet.

Anmeldung zum 19. Sozialführerschein bis zum 2. Januar 2022 bei Caritas Ost-Württemberg mit dem Anmeldeabschnitt des Flyers (erhältlich an allen öffentlichen Stellen) oder unter cz.aalen@caritas-ost-wuerttemberg.de

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