Diskussion um Albaufstieg kommt voran

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Über die Ebnater Steige fahren Autos und Lastwagen auf die Alb. Anwohnerinnen und Anwohner wünschen sich Entlastung.
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Der Bauausschuss berät über Büros, die den Prozess begleiten sollen.

Aalen. Die 40 Jahre währende Diskussion um den Albaufstieg beginnt von vorne. Mit Bürgerbeteiligung soll eine neue Trasse gefunden werden, die die B 19 in der Tallage bei Unterkochen mit der A 7 auf dem Härtsfeld verbindet. Der Bauausschuss des Gemeinderats hat sich nun mit Ingenieurbüros befasst, die diesen Prozess begleiten sollen. Ursprünglich hatte der Zeitplan vorgesehen, dass der Gemeinderat sich im März für ein Büro entscheidet und dass bis Ende des Jahres eine bevorzugte Trasse festgelegt wird.

Oberbürgermeister Frederick Brütting sagte: „Wir sind ein gutes Quartal im Verzug.“ Dies habe daran gelegen, dass die Stadt Aalen zunächst keine Angebote von Büros bekommen habe. Trotzdem würden die Abläufe bei der Stadt Aalen und dem Regierungspräsidium Stuttgart synchron laufen. Hintergrund: Wird die neue Straße gebaut, erledigt das das Regierungspräsidium.

Die Leiterin des Umweltamts, Maya Kohte, und der Leiter des Tiefbauamts, Stefan Pommerenke, stellten die Büros vor, die dann noch Angebote abgegeben haben und die die Verwaltung für die drei Aufgabengebiete empfiehlt. Die Moderation soll an Moderator Prof. Dr. Karl-Christof Renz und Moderatorin Dutschmann von der Hochschule Aalen vergeben werden. Die beiden rechnen Stundenweise ab. Die Verwaltung schlägt vor, den Auftrag mit einer vorläufigen Deckelung von 20 000 Euro zu vergeben. Machbarkeitsbewertung, Überprüfung der Alternativen und Verkehrszählung soll für rund 63 000 Euro an das Büro Modus Consult Gericke aus Karlsruhe vergeben werden. Die Untersuchung zum Verlagerungspotential hin zur umweltfreundlichen Mobilität soll für rund 79 000 Euro an das Büro Raumkom aus Trier vergeben werden. Das sagen die Fraktionen:

Alexander Asbrock (Grüne) dankte dem OB für den Mut, die Frage noch einmal auf grundsätzliche Art anzugehen. Die Erwartungen seien hoch.

Hans Peter Stütz (CDU) betonte die Dringlichkeit: „Aktuell durchschneidet die Ebnater Steige unseren Ort.“ Für den Vorschlag der Verwaltung signalisierte er Unterstützung.

Timo Lorenz (SPD) sagte, dass es für seine Fraktion wichtig sei, dass es in dem Prozess nicht nur um eine neue Trasse gehe, sondern auch der komplette Bereich darum herum betrachtet werde. Außerdem sei eine offene Herangehensweise und die Einbeziehung aller wichtig.

Claus Albrecht (Freie Wähler) nahm Bezug darauf, dass laut Verwaltung die Angebote der Büros zu unterschiedlich seien, um sie finanziell vergleichen zu können, weswegen nicht zwingend das jeweils günstigste Angebot ausgewählt worden sei. Albrecht signalisierte Vertrauen in die Verwaltung, die richtige Wahl getroffen zu haben.

Manfred Traub (Zählgemeinschaft Birkhold/Traub) sagte: „Ich gehe davon aus, dass Bewohner in der Tallage und Bergbewohner miteinbezogen werden.“

Norbert Rehm (Aktive Bürger) sagte, es werde schwierig, eine vernünftige Lösung zu finden. „Am Gelände hat sich in den vergangenen 40 Jahren wenig geändert und die Rahmenbedingungen sind schwieriger geworden.“ Er ist dafür, den Zeitplan zu kassieren und neu aufzugleisen. „Bis zum Ende des Jahres schafft man nicht mehr viel.“

Der Ausschuss war einstimmig für den Vorschlag der Verwaltung. Die Entscheidung trifft der Gemeinderat am Donnerstag, 21. Juli.

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