Drei Gottesdienste an Heiligabend auf dem Greutplatz

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Hier auf dem Greutplatz soll an Heiligabend eine mobile Bühne mit Altar stehen. Die Idee vorgestellt haben am Freitag (v. l.): Pastoralreferent Wolfgang Fimpel, Dekan Ralf Drescher, OB Thilo Rentschler, Pfarrer Bernhard Richter und Pfarrer Wolfgang Sedlmeier.
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Corona zwingt die Kirchen zum Umplanen – für den 24. Dezember haben die Vertreter der Aalener Kirchen jetzt ökumenische Pläne vorgestellt.

Aalen

Wenn es in diesem von Corona geprägten Jahr einen symbolischen Platz in Aalen gibt, so ist es der Greutplatz. Im Frühjahr war dort die erste Fieberambulanz im Landkreis eingerichtet, zuvor die erste mobile Drive-in-Teststation vor allem für die Urlauber aus Ischgl. Später dann das ärztliche Notfallzentrum mit rund 100 Betten in der Ulrich-Pfeifle-Halle. Jetzt verrichten dort Soldaten der Bundeswehr ihren Dienst und helfen bei der Kontaktnachverfolgung.

Und jetzt naht Weihnachten. Drei ökumenische Gottesdienste soll es an Heiligabend auf dem Greutplatz geben: um 14, 15.30 und 17 Uhr. Einen provisorischen Altar haben Dekan Ralf Drescher, Pfarrer Wolfgang Sedlmeier, Pfarrer Bernhard Richter und Pastoralreferent Wolfgang Fimpel zum Pressegespräch schon mal aufgebaut.

"Als gläubiger Christ habe ich gern geholfen", sagte Oberbürgermeister Thilo Rentschler. Schon frühzeitig hätten sich Drescher und Sedlmeier mit dem OB in Verbindung gesetzt, um zu überlegen, wie an Heiligabend Gottesdienste in der Stadt möglich sind. Der Greutplatz sei ideal, sagte Rentschler. Nicht zu groß, wie das Stadion und man könne am Eingang jeden Besucher registrieren. Der Zu- und Abgang werde organisiert.

"Allein könnten wir das nicht schaffen", sagte Drescher, der sich ausdrücklich bei der Stadtverwaltung und dem OB für die Unterstützung und "professionelle Hilfe" bedankte.

Momentan gehe man davon aus, dass an jedem Gottesdienst bis zu 500 Personen teilnehmen können. "Wir warten gespannt auf die neue Corona-Verordnung für Weihnachten", sagte Rentschler.

Trotzdem wird es schön.

Bernhard Richter Pfarrer

"Mit Schrecken" erinnere sich Sedlmeier an Ostern, als gar keine Gottesdienste möglich waren. Weihnachten nicht in der gewohnten Form feiern zu können, sei zwar "herb", dennoch sei er dankbar, dass es keinen kompletten Ausfall gebe. Sedlmeier betonte auch das "herzliche ökumenische Verhältnis" und nannte es: "In der Not zusammenrücken." Noch vor zehn Jahren sei eine solche ökumenische Leistung nicht möglich gewesen. Auch nach Corona bleibe diese Erinnerung an das Miteinander als ein "Plus für die Zukunft".

Alle drei ökumenischen Gottesdienste sind gleich

Alle drei geplanten Gottesdienste seien vom Ablauf her genau gleich und dauern maximal 40 Minuten, sagte Richter. Auch wenn es das bekannte Krippenspiel in der bekannten Form nicht geben könne und wohl auch kein gemeinsames Singen möglich sei, verspricht der Pfarrer: "Trotzdem wird es schön." Die Details werden ausgearbeitet und bald veröffentlicht.

Fimpel berichtete von vielen kreativen Überlegungen in den Gemeinden. Zum Beispiel werde bereits an Krippenspielen gebastelt, um sie digital zum Abruf zur Verfügung zu stellen.

Kirchenmusikdirektor Thomas Haller verspricht: "Die Kirchenmusik wird dann so klein wie möglich, aber auch so schön wie möglich." Man arbeite bereits an Ideen – immer im Einklang mit der aktuellen Corona-Verordnung.

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